Mörfelden-Walldorf & Rhein-Main

SEA

Kurz und knapp

SEA ist bezahlte Werbung in Suchmaschinen. Du zahlst pro Klick und erscheinst sofort über den unbezahlten Ergebnissen.

Was bedeutet SEA?

SEA steht für Search Engine Advertising, auf Deutsch Suchmaschinenwerbung. Gemeint sind die Anzeigen über und unter den unbezahlten Ergebnissen, in Deutschland meist über Google Ads, dazu Microsoft Advertising für Bing.

Abgerechnet wird pro Klick. Was ein Klick kostet, entsteht in einer Auktion. Wer wie weit oben erscheint, hängt nicht nur vom Gebot ab, sondern auch vom Qualitätsfaktor, also davon, wie gut Anzeige und Zielseite zur Suchanfrage passen.

Der große Unterschied zu SEO ist die Geschwindigkeit. Eine Kampagne kann heute starten und morgen Anfragen bringen. Dafür endet die Sichtbarkeit in dem Moment, in dem das Budget aufgebraucht ist.

Sinnvoll ist SEA vor allem bei neuen Angeboten, saisonalen Spitzen, klarem Kaufinteresse und dann, wenn SEO noch nicht trägt. Wie ich Kampagnen aufsetze, steht unter SEA Freelancer.

Beispiel

Ein neu eröffnetes Studio hatte drei Monate nach dem Start noch kaum unbezahlte Sichtbarkeit. Mit einem kleinen Tagesbudget auf wenige, sehr konkrete Suchbegriffe kamen die ersten Anmeldungen, während parallel die Website aufgebaut wurde.

Die wichtigsten Kampagnentypen

Suchkampagnen zeigen Textanzeigen zu eingegebenen Suchbegriffen. Für Dienstleister und lokale Betriebe der wichtigste Typ, weil die Absicht in der Anfrage steckt.

Performance Max spielt automatisch über alle Kanäle aus: Suche, YouTube, Gmail, Displaynetzwerk, Maps. Bequem, aber wenig steuerbar, und bei kleinen Budgets oft schwer zu beurteilen.

Displaykampagnen zeigen Bildanzeigen auf fremden Websites. Sie erzeugen Reichweite, selten direkte Anfragen, und eignen sich vor allem für Retargeting.

Shopping ist Händlern mit Produktdatenfeed vorbehalten. Video läuft auf YouTube und dient in erster Linie der Bekanntheit.

Wie der Preis zustande kommt

Bei jeder Suchanfrage läuft eine Auktion. Entscheidend ist nicht allein das Gebot, sondern der Anzeigenrang aus Gebot, erwarteter Qualität und Kontext. Deshalb kann eine bessere Anzeige mit niedrigerem Gebot weiter oben stehen.

Gezahlt wird in der Regel nicht das eigene Gebot, sondern gerade so viel, wie nötig ist, um den nächsten Mitbewerber zu übertreffen. Der tatsächliche Klickpreis liegt deshalb fast immer unter dem Höchstgebot.

Praktische Folge: Wer am Qualitätsfaktor arbeitet, senkt seine Kosten, ohne am Gebot zu drehen. Das ist bei kleinen Budgets der wirksamste Hebel.

Wie eine Kampagne aufgesetzt wird

Erstens Ziel und Messung: Was soll passieren, und wie wird es gezählt? Ohne Conversion Tracking ist alles Weitere Raten.

Zweitens Struktur: eine Kampagne je Budgettopf und Region, darin enge Anzeigengruppen je Leistung.

Drittens Keywords und Ausschlüsse: lieber wenige passende Begriffe als viele weite. Ausschlüsse wie kostenlos, Job, selber machen und Wettbewerbernamen gehören von Anfang an hinein.

Viertens Zielseiten: je Anzeigengruppe die Seite, die genau diese Frage beantwortet.

Fünftens beobachten: in den ersten Wochen den Suchbegriffsbericht täglich lesen. Dort steht, wofür Du wirklich bezahlst.

Worauf es ankommt

  • Eng gefasste Begriffe zuerst. Wenige Suchanfragen mit klarer Absicht schlagen breite Reichweite.
  • Zielseite muss passen. Wer auf die Startseite schickt, zahlt für Klicks, die nichts bringen.
  • Auszuschließende Begriffe pflegen. Sonst zahlst Du für „kostenlos“, „Job“ oder „selber machen“.
  • Abschlüsse messen. Ohne Conversion Tracking ist jede Optimierung geraten.

Häufige Fehler

  • Kampagnen mit Standardeinstellungen starten und das Budget auf das gesamte Netzwerk verteilen.
  • Nur auf Klickpreise schauen statt auf die Kosten je Anfrage.
  • Anzeigen schreiben, die etwas anderes versprechen als die Zielseite zeigt.

Häufige Fragen

Was kostet ein Klick?
Je nach Branche und Ort von wenigen Cent bis zu mehreren Euro. In umkämpften Bereichen wie Recht, Versicherung oder Handwerk in Großstädten liegen die Preise deutlich höher als im ländlichen Raum.
Was ist besser, SEO oder SEA?
Sie lösen unterschiedliche Aufgaben. SEA bringt sofort Sichtbarkeit und kostet dauerhaft Geld, SEO braucht Vorlauf und wirkt danach ohne Klickpreis. Am stabilsten ist die Kombination.
Wie viel Budget brauche ich zum Anfangen?
Genug, um in einem Monat verlässliche Daten zu sammeln. Bei sehr kleinen Budgets ist es besser, wenige Begriffe zu bewerben als ein bisschen von allem.

Verwandte Begriffe

Noch Fragen zu SEA?

30 Minuten, kostenlos und unverbindlich. Ich erkläre Dir, was der Begriff für Dein Projekt konkret bedeutet.