Die Aufgabe
Energie ist ein Markt, in dem Vertrauen alles entscheidet. Wer seinen Anbieter wechselt, gibt Zählernummern, Verbrauchsdaten und eine Vollmacht aus der Hand. Vergleichsportale lösen das über Masse und Bekanntheit. Ein Einzelner löst es über Nähe.
Die Ausgangslage war typisch für eine Gründung: ein Name, drei Kernleistungen und sonst nichts. Kein Logo, keine Farben, keine Website, keine Vorlagen für Angebote oder Social Media. Die Aufgabe war deshalb nicht Gestaltung allein, sondern zuerst eine Entscheidung darüber, wofür die Marke steht.
Daraus wurden drei Leitlinien, an denen sich jede gestalterische Entscheidung messen lassen muss: persönlich statt anonym, verständlich statt fachsprachlich, seriös ohne Konzernkühle.
Das Logo
Das Hauptlogo besteht aus dem Schriftzug NLG und einer Leistungszeile darunter. Die Idee steckt im letzten Buchstaben: Das G ist zugleich ein Einschaltknopf. Die Lücke oben ist ausgespart, der senkrechte Balken läuft frei hindurch.
Das Zeichen funktioniert damit auf zwei Ebenen. Auf den ersten Blick ist es ein Buchstabe, auf den zweiten ein Symbol für Strom und für den Moment, in dem eine Entscheidung getroffen wird. Genau das ist die Leistung: jemand drückt auf den Knopf, und ab da übernimmt Nico.
Der Schriftzug ist in Pfade umgewandelt, das Logo braucht also auf keinem Rechner eine installierte Schrift. Geliefert wurde ein vollständiger Satz: Hauptlogo für helle und dunkle Untergründe, eine Kurzversion ohne Leistungszeile für kleine Flächen, eine weiße Fassung für Fotos und Fahrzeug sowie einfarbige Versionen für Stempel und Gravur.
Die Farbwelt
Grün ist die Signalfarbe und bleibt bewusst sparsam. Es trägt das Zeichen, die Schaltflächen und die Links, sonst nichts. Flächen sind weiß oder sehr hell, Text steht in Anthrazit. Damit bleibt das Logo die stärkste Farbfläche im ganzen Auftritt, und das Grün behält seine Signalwirkung.
#2FA757#26323A#7C8790#E6F4EB#4CC077#FFFFFFDas helle Grün ist ausschließlich für dunkle Untergründe vorgesehen. Auf Weiß erreicht es kein ausreichendes Kontrastverhältnis, siehe Kontrastverhältnis. Diese Trennung steht so im Markenhandbuch, damit sie später nicht aus Versehen aufgehoben wird.
Die Schriften
Für Website und Unterlagen wird Poppins eingesetzt, eine kostenlose Schrift, die lokal eingebunden wird und damit keine Daten an Dritte überträgt. Überschriften stehen in SemiBold, Fließtext in Regular, die Leistungszeile im Logo in Medium mit gesperrten Abständen.
Für Office und E-Mail ist Verdana oder Arial als Ersatz festgelegt. Das klingt nach einem Detail, verhindert aber den häufigsten Bruch im Alltag: ein Angebot, das plötzlich in einer beliebigen Systemschrift beim Kunden ankommt.
Das Markenhandbuch
Alle Regeln stehen in einem eigenen Handbuch: Logoversionen und wann welche verwendet wird, Schutzraum in Höhe des G, kleinste Größen mit klaren Schwellen, Farbwerte in HEX und RGB samt Einsatzzweck, Schriftregeln, Buttonformen und eine Liste mit Ge- und Verboten.
Der Grund dafür ist praktisch. Sobald ein Drittanbieter ein Fahrzeug beschriftet, eine Messewand druckt oder ein Portal ein Profilbild verlangt, muss jemand die Frage beantworten können, welche Datei in welcher Farbe die richtige ist. Ohne Handbuch beantwortet diese Frage der Drucker.
Die Website
Die Website hat je eine eigene Seite für Strom, Gas, Photovoltaik und Wärme, dazu eine Seite über Nico selbst, eine Kontaktseite und einen Bereich für Vertriebspartner. Jede Leistungsseite beantwortet dieselben vier Fragen: Was mache ich für Dich, wie läuft es ab, was kostet es Dich, und wie fängst Du an.
Der Einstieg ist bewusst niedrigschwellig gehalten. Statt eines langen Formulars steht oben die Möglichkeit, einfach die letzte Jahresabrechnung per Messenger zu schicken. Das ist in dieser Branche der kürzeste Weg von Interesse zu einem konkreten Gespräch, weil der Kunde nichts abtippen muss.
Technisch ist die Seite als statische Website gebaut, lädt entsprechend schnell und setzt von sich aus keine Cookies. Nur eingebettete Videos übertragen Daten, und zwar erst nach Zustimmung. Das Banner bietet Ablehnen genauso deutlich an wie Zustimmen, siehe Tracking.
Das Suchkonzept, und eine bewusste Lücke
Vor dem ersten Text stand eine Messung der Suchnachfrage. Das Ergebnis war ernüchternd und nützlich zugleich: Die großen bundesweiten Begriffe sind von Vergleichsportalen besetzt und mit dem Budget eines Einzelunternehmers nicht zu gewinnen. Realistisch sind Suchanfragen mit Ortsbezug im Rhein-Main-Gebiet, zusammen rund tausend Suchen im Monat.
Eine Entscheidung fiel gegen die Nachfrage aus. Der Begriff Energieberater hat spürbares Volumen, meint in der Suche aber fast immer einen gelisteten Energieeffizienz-Experten für Sanierungsfahrpläne und Förderanträge. Diese Bezeichnung wird deshalb nirgends verwendet. Sie hätte falsche Anfragen gebracht und wäre wettbewerbsrechtlich angreifbar gewesen.
Stattdessen heißt es überall Energiemakler. Weniger gesucht, dafür zutreffend. Wie ich bei solchen Entscheidungen vorgehe, steht unter SEO Freelancer.
Was geliefert wurde
- Logo in allen Varianten als SVG und PNG, dazu Zeichen, Favicons, App-Symbole und Profilbilder
- Markenhandbuch mit Farb-, Schrift- und Anwendungsregeln
- Website mit elf Seiten, Kontaktformular, Impressum und Datenschutzerklärung als Gerüst
- Suchkonzept mit Zielbegriffen je Seite und einer Einschätzung, was erreichbar ist
- Vorbereitung für das Google Unternehmensprofil und eine Checkliste für den Start
Belastbare Zahlen zur Sichtbarkeit gibt es noch nicht, dafür ist der Auftritt zu jung. Sie kommen hier hinein, sobald sie vorliegen, und nicht vorher.