Was sind Bing Ads?
Bing Ads sind bezahlte Anzeigen in der Suchmaschine Bing. Am 29. April 2019 hat Microsoft die Plattform in Microsoft Advertising umbenannt, weil sie längst mehr umfasst als Bing. Im Alltag sind beide Namen gebräuchlich, ebenso Microsoft Ads. Wer einen Bing Ads Freelancer, Microsoft Ads Freelancer oder Microsoft Advertising Freelancer sucht, meint dieselbe Arbeit.
Technisch funktioniert Bing Werbung fast wie Google Ads: Keywords, Anzeigentexte, Gebote und Budgets. Unterschiede gibt es bei Reichweite, Zielgruppen und einigen Funktionen, und genau dort entscheidet sich, ob sich der Kanal lohnt.
Warum Bing Ads neben Google Ads?
- Mehr Reichweite am Desktop. Laut StatCounter liegt Bing in Deutschland am Desktop bei 12,76 Prozent Marktanteil. Wer vor allem am Rechner sucht, etwa im Büro, ist dort überdurchschnittlich vertreten.
- Mehrere Suchmaschinen mit einem Konto. Die Anzeigen erscheinen neben Bing auch bei Suchpartnern wie Yahoo, AOL, DuckDuckGo und Ecosia.
- Weniger Wettbewerb. Viele Unternehmen werben nur bei Google. Wo weniger Anbieter um dieselben Suchbegriffe bieten, sind die Klickpreise häufig niedriger. Wie hoch der Unterschied in Deiner Branche ist, zeigt erst ein Test.
- Zielgruppen aus LinkedIn. Eine Funktion, die Google nicht hat, dazu mehr weiter unten.
Bing ersetzt Google nicht. Über alle Geräte liegt Google in Deutschland bei 88,49 Prozent, Bing bei 5,84 Prozent. Bing Ads sind eine Ergänzung für Unternehmen, bei denen Google Ads bereits funktioniert und die mehr Anfragen zu vertretbaren Kosten wollen. Wer bei Google noch keine profitablen Kampagnen hat, sollte dort anfangen.
LinkedIn-Profil-Targeting: der größte Vorteil für B2B
Weil LinkedIn zu Microsoft gehört, lassen sich Anzeigen in Microsoft Advertising nach LinkedIn-Profilangaben steuern. Laut Microsoft Advertising stehen dafür Firma, Branche, Jobfunktion und Hierarchiestufe zur Verfügung, von Einsteiger bis Geschäftsführung. Die Funktion ist für Such- und Zielgruppenkampagnen in Deutschland verfügbar.
In der Praxis heißt das: Ein Softwareanbieter kann bei gleicher Suchanfrage für Einkaufsleiter in der Industrie höher bieten als für Studierende. Bei Google ist das in dieser Form nicht möglich. Für B2B-Anbieter mit hohem Kundenwert ist das oft der eigentliche Grund, Bing Ads zu testen. Wer Entscheider nicht nur in der Suche, sondern direkt im Netzwerk erreichen will, findet alles dazu auf der Seite zu LinkedIn Ads.
Google Ads importieren: schnell, aber nicht fertig
Microsoft bietet einen direkten Import aus Google Ads. Übernommen werden können Suchkampagnen, Shopping, Zielgruppenkampagnen und Performance Max, auf Wunsch als wiederkehrender Import täglich, wöchentlich oder monatlich, beschrieben in den Import-Tools von Microsoft. Das spart viel Einrichtungszeit.
Ein Import ist aber nur der Anfang. Diese Punkte prüfe ich danach immer:
- Gebote und Budgets. Die Klickpreise sind andere als bei Google. Übernommene Gebote sind oft zu hoch oder zu niedrig.
- Conversion-Tracking. Microsoft misst über ein eigenes Tag, das UET-Tag. Ohne sauber eingerichtete Conversions optimieren automatische Gebotsstrategien ins Leere.
- Suchbegriffe und Ausschlüsse. Bing ordnet Suchanfragen teils anders zu. Der Bericht mit den tatsächlichen Suchbegriffen zeigt nach wenigen Wochen, welche Ausschlüsse fehlen.
- Zielgruppen. LinkedIn-Targeting gibt es bei Google nicht, es muss nach dem Import ergänzt werden.
- Automatische Wiederholung. Ein wiederkehrender Import überschreibt Anpassungen, wenn er falsch eingestellt ist. Welche Felder synchronisiert werden, sollte bewusst festgelegt sein.
Anzeigen in Copilot
Microsoft baut Copilot in Bing, Edge und Windows ein und spielt dort ebenfalls Anzeigen aus, von Textanzeigen bis zu Shopping- und neuen Dialogformaten. Das ist das Gegenstück zu den ChatGPT Ads von OpenAI. Wer über Microsoft Advertising wirbt, ist in diesen KI-Umgebungen damit bereits vertreten, ohne ein weiteres Werbekonto zu brauchen.
Wer darüber hinaus in den Antworten selbst genannt werden will, nicht nur daneben, braucht GEO, die Optimierung für KI-Antworten.
Wann Bing Ads die richtige Ergänzung sind
Gute Voraussetzungen
- B2B-Anbieter, deren Kunden am Arbeitsplatz suchen und sich über LinkedIn-Angaben gezielt erreichen lassen.
- Unternehmen mit funktionierenden Google-Ads-Kampagnen, die mehr Anfragen wollen, ohne bei Google teurer bieten zu müssen.
- Onlineshops, die Shopping-Kampagnen samt Produktdaten mit wenig Aufwand übertragen können.
Eher nicht
- Sehr kleine lokale Suchmengen. Wenn schon bei Google in Deiner Stadt wenig gesucht wird, bleibt bei Bing zu wenig für aussagekräftige Tests.
- Ohne profitable Google-Kampagnen. Dann zuerst die Grundlage bei Google schaffen, mehr dazu auf der Seite zum Google Ads Freelancer.
„Rouven unterstützt uns schon länger bei Google und Bing Ads sowie SEO. Wir erhalten jeden Monat ausführliche Reportings und Verbesserungsvorschläge.“ (avvaneo GmbH, Google-Bewertung vom Oktober 2024)
Was kosten Bing Ads und ein Bing Ads Freelancer?
Wie bei Google zahlst Du bei Microsoft Advertising in der Regel pro Klick. Das Werbebudget legst Du selbst fest und zahlst es direkt an Microsoft. Ein sinnvoller Test beginnt meist mit einem kleineren Teil dessen, was bei Google funktioniert, und wird ausgebaut, sobald die Kosten pro Anfrage passen.
Für die Betreuung rechne ich getrennt nach Aufwand ab. Weil sich viel aus Google Ads übernehmen lässt, ist der Einstieg meist überschaubar: Import, Anpassung, Tracking und ein erster Testzeitraum. Betreue ich bereits Deine Google-Ads-Kampagnen, lassen sich beide Konten gemeinsam führen. Wie bei allen meinen Leistungen gibt es keine Mindestlaufzeit.
Wie Google, Microsoft und ChatGPT Ads insgesamt zusammenspielen, steht auf der Seite zum SEA Freelancer.