Was ist GEO?
GEO steht für Generative Engine Optimization: die Arbeit daran, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity, Gemini oder Googles AI Overviews ein Unternehmen in ihren Antworten nennen. Eine kurze Definition steht im Glossar unter GEO, ausführlich erklärt mit Abgrenzung zu Geomarketing im Ratgeber Was ist GEO?.
Für Unternehmen verändert das eine entscheidende Stelle. Wer früher nach einem Steuerberater in Frankfurt gegoogelt und sich durch Websites geklickt hat, fragt heute zunehmend direkt: Welchen Steuerberater in Frankfurt kannst Du mir empfehlen? Die Antwort nennt drei, vielleicht fünf Namen. Wer darin nicht vorkommt, wird gar nicht erst in Betracht gezogen.
Für dasselbe Feld kursieren mehrere Begriffe: GEO, AI SEO, GAIO oder LLMO. Gemeint ist in der Praxis dasselbe. Ob sich jemand GEO Freelancer, AI SEO Freelancer oder SEO- und GEO-Freelancer nennt, entscheidend ist, ob er die Sichtbarkeit in KI-Antworten messen und gezielt verbessern kann.
Wie KI-Assistenten entscheiden, wen sie empfehlen
Wer GEO sinnvoll betreiben will, muss verstehen, woher eine KI ihr Wissen über Dein Unternehmen hat. Es gibt zwei Quellen, und sie funktionieren sehr unterschiedlich.
- Trainingswissen. Das, was ein Sprachmodell beim Training über Dich gelesen hat: Websites, Verzeichnisse, Artikel, Bewertungen. Dieses Wissen ist Monate alt und ändert sich erst mit der nächsten Modellversion. Beeinflussen lässt es sich nur langfristig, über das, was im Netz über Dich steht.
- Live-Suche. Bei Fragen nach Empfehlungen, Anbietern vor Ort oder aktuellen Preisen suchen ChatGPT, Perplexity und Googles AI Overviews meist in Echtzeit und fassen die gefundenen Seiten zusammen. Hier wirkt GEO am schnellsten, weil neue Inhalte innerhalb weniger Wochen einfließen können.
Daraus folgt der wichtigste Satz dieser Seite: Die Live-Suche stützt sich auf Suchmaschinen-Ergebnisse. Eine Website, die bei Google und Bing kaum gefunden wird, taucht auch in KI-Antworten selten auf. GEO ersetzt SEO deshalb nicht, es baut darauf auf. Wie diese Grundlage aussieht, steht auf der Seite zum SEO Freelancer.
Einen festen Platz in ChatGPT kann niemand verkaufen. Die Antworten entstehen jedes Mal neu und unterscheiden sich je nach Formulierung, Nutzer und Zeitpunkt. Beeinflussen lässt sich die Wahrscheinlichkeit, genannt zu werden. Wer Garantien verspricht, verspricht zu viel.
Seit August 2026 lassen sich in ChatGPT zwar auch in Deutschland Anzeigen buchen. Die stehen aber gekennzeichnet neben der Antwort, nicht in ihr, und zahlende Nutzer sehen sie gar nicht. Was die Anzeigen leisten und wie sie mit GEO zusammenspielen, steht auf der Seite zu ChatGPT Ads.
Was ein GEO Freelancer konkret macht
GEO besteht bei mir aus sechs Bausteinen. Welche davon bei Dir zuerst dran sind, zeigt der Check am Anfang.
- KI-Sichtbarkeits-Check. Ich stelle ChatGPT, Perplexity, Gemini und Google die Fragen, die Deine Kunden stellen würden, jeweils mehrfach, und halte fest, wer genannt wird, mit welcher Begründung und auf welche Quellen sich die Antwort stützt. Das ist der Ausgangswert für alles Weitere.
- Zugang für KI-Crawler. Viele Websites sperren die Crawler von OpenAI, Perplexity oder Anthropic unbemerkt, über die robots.txt oder eine zu strenge Firewall. Außerdem führen die meisten KI-Crawler kein JavaScript aus: Inhalte, die erst im Browser nachgeladen werden, sehen sie nicht.
- Antwortfähige Inhalte. KI-Systeme übernehmen gern Abschnitte, die eine Frage direkt beantworten: eine klare Aussage am Anfang, danach die Begründung, Fakten statt Werbesprache. Welche Inhalte dafür nötig sind, klärt eine SEO Content Strategie.
- Eindeutige Unternehmensdaten. Name, Leistungen, Einzugsgebiet und Ansprechpartner müssen auf der Website, im Google Unternehmensprofil, in Branchenverzeichnissen und auf LinkedIn übereinstimmen. Strukturierte Daten nach schema.org helfen Maschinen, diese Angaben sicher zuzuordnen.
- Erwähnungen auf anderen Seiten. KI-Assistenten empfehlen, was andere empfehlen: Fachartikel, Vergleichsseiten, Branchenverzeichnisse, Bewertungsportale. Ein Unternehmen, über das nur die eigene Website spricht, wirkt für ein Sprachmodell weniger verlässlich.
- Bewertungen. Anzahl und Inhalt zählen. Bewertungen, die konkret beschreiben, was gut war, liefern genau die Sätze, die später in einer Empfehlung auftauchen.
Und was ist mit der llms.txt?
Die llms.txt ist eine Textdatei, die KI-Systemen eine Übersicht über die wichtigsten Seiten einer Website geben soll. Sie wird gern als zentrale GEO-Maßnahme verkauft. Stand heute hat allerdings keiner der großen KI-Anbieter verbindlich bestätigt, dass seine Systeme die Datei auswerten. Sie kostet wenig und schadet nicht, ich lege sie auf Wunsch an. Sichtbarkeit bringt sie für sich allein aber nicht.
GEO und SEO: Was gleich bleibt und was neu ist
Ein großer Teil der Arbeit überschneidet sich. Neu ist vor allem, worauf man hinarbeitet und wie man den Erfolg misst.
Das bleibt gleich
- Eine technisch saubere Website, die schnell lädt und ohne Hürden gelesen werden kann.
- Inhalte, die eine konkrete Frage besser beantworten als die der Konkurrenz.
- Verweise und Erwähnungen von Seiten, denen man vertraut.
Das kommt hinzu
- Die Nennung statt des Klicks. Oft liest jemand die Antwort, ohne überhaupt eine Website zu öffnen. Entscheidend ist, dass Dein Name darin steht, und in welchem Zusammenhang.
- Erwähnungen ohne Link. Für ein Sprachmodell zählt, dass Dein Name im richtigen Zusammenhang vorkommt, nicht, ob er verlinkt ist.
- Eine andere Messung. Statt Positionen zählt, wie oft und wie Du in den Antworten vorkommst.
- Längere Fragen. Statt zwei Suchbegriffen formulieren Menschen ganze Sätze, teils sogar in der Google-Suche. Tatsächlich gesuchte Beispiele: „empfehle mir einen Freelancer für SEO und GEO“ oder „ich suche einen GEO Freelancer aus Hamburg“.
Wann GEO heute schon Sinn ergibt
Eine Antwort für alle gibt es nicht. Wie stark KI-Empfehlungen heute schon über Anfragen entscheiden, hängt vom Geschäftsmodell ab.
Lokale Dienstleister
Empfehlungsfragen sind der typische Einstieg: Welcher Elektriker in Offenbach ist zuverlässig? Die Live-Suche greift dafür stark auf das Google Unternehmensprofil, Bewertungen und lokale Verzeichnisse zurück. Wer dort gut aufgestellt ist, hat einen deutlichen Vorsprung, genau darum geht es beim Local SEO. Wie das Profil dafür aussehen sollte, steht im Beitrag zum Ranking bei Google Maps.
B2B und beratungsintensive Leistungen
Einkäufer und Geschäftsführer lassen sich von KI-Assistenten zunehmend eine erste Auswahl zusammenstellen, bevor sie überhaupt Kontakt aufnehmen. Wer in dieser Vorauswahl fehlt, bekommt keine Anfrage und erfährt nie davon. Hier zählen Fachbeiträge, Fallstudien und Erwähnungen in Branchenmedien.
Onlineshops
Kauf- und Vergleichsfragen wie „Welcher Akku-Rasenmäher lohnt sich unter 300 Euro?“ werden immer häufiger direkt von einer KI beantwortet. Entscheidend sind vollständige, eindeutige Produktdaten und unabhängige Testberichte, auf die sich die Antwort stützen kann.
Wann GEO noch warten kann
Wird Deine Website bei Google heute kaum gefunden, ist das der erste Schritt. Ohne diese Grundlage bringt GEO wenig, weil die Live-Suche Dich schlicht nicht findet. Dann beginnen wir mit SEO, und GEO folgt, sobald das Fundament steht.
Wie Du KI-Sichtbarkeit ehrlich misst
Hier trennt sich solide Arbeit von Versprechen. KI-Antworten schwanken: Dieselbe Frage bringt morgens eine andere Liste als abends, und ein anderer Nutzer bekommt wieder eine andere. Ein einzelner Screenshot zeigt deshalb, dass eine Nennung möglich ist. Ob sie verlässlich passiert, zeigt erst die Wiederholung.
- Eine feste Fragenliste. Die Fragen, die Deine Kunden tatsächlich stellen, immer gleich formuliert, damit die Ergebnisse vergleichbar bleiben.
- Wiederholte Abfragen. Jede Frage mehrfach und in mehreren Systemen. Daraus ergibt sich eine Nennungsquote: in wie vielen Antworten Du vorkommst.
- Die zitierten Quellen. Auf welche Seiten sich die Antworten stützen. Das zeigt, wo sich eine Erwähnung am meisten lohnt.
- Besucher aus KI-Systemen. In Google Analytics lassen sich Besuche von chatgpt.com, perplexity.ai oder gemini.google.com als eigene Quelle auswerten.
- Suchen nach Deinem Namen. Wer von einer KI genannt wird, sucht danach oft den Namen bei Google. Steigende Markensuchen in der Search Console sind ein guter indirekter Hinweis.
Wie lange dauert es, bis ChatGPT Dich nennt?
Das hängt davon ab, aus welcher Quelle die Antwort stammt. Bei Fragen, für die live gesucht wird, sind erste Veränderungen nach einigen Wochen möglich, sobald neue oder überarbeitete Seiten gefunden werden. Das Trainingswissen der Modelle ändert sich dagegen erst mit neuen Versionen und lässt sich zeitlich nicht planen. Eine belastbare Tendenz zeigt sich meist nach etwa drei Monaten.
Was kostet ein GEO Freelancer?
Der Einstieg ist der KI-Sichtbarkeits-Check: ein abgegrenztes Projekt, nach dem Du weißt, wo Du stehst und was sich lohnt. Die laufende Betreuung richtet sich danach, wie viel an Inhalten und Erwähnungen aufgebaut werden muss. Weil GEO und SEO auf demselben Fundament stehen, betreue ich beides meist gemeinsam. So bezahlst Du die Grundlagen nicht doppelt.
Wie bei allen meinen Leistungen gibt es keine Mindestlaufzeit. Mehr zu den Abrechnungsmodellen steht auf der Seite zum SEO Freelancer. Was in Deinem Fall sinnvoll ist, klären wir im Erstgespräch.




















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