Mörfelden-Walldorf & Rhein-Main

Anzeigengruppe

Kurz und knapp

Eine Anzeigengruppe fasst innerhalb einer Google-Ads-Kampagne die Keywords und Anzeigen zusammen, die thematisch zusammengehören.

Was bedeutet Anzeigengruppe?

Ein Google-Ads-Konto ist dreistufig aufgebaut. Oben steht die Kampagne mit Budget, Ausrichtung und Region. Darunter liegen die Anzeigengruppen, und in jeder Gruppe befinden sich Keywords, Anzeigen und die Zielseite.

Die Anzeigengruppe ist die Stelle, an der Suchanfrage, Anzeigentext und Zielseite zusammenpassen müssen. Je enger das Thema, desto genauer kann die Anzeige formuliert werden, und desto besser fällt der Qualitätsfaktor aus.

Bewährt hat sich, je Leistung oder Produktgruppe eine eigene Anzeigengruppe anzulegen. Ein Handwerksbetrieb trennt also Badsanierung, Heizungstausch und Notdienst, statt alles in eine Gruppe zu werfen.

Zu jeder Gruppe gehört eine passende Landingpage. Wenn drei Gruppen auf dieselbe Startseite führen, ist die Trennung nur auf dem Papier vorhanden.

Beispiel

Ein Konto hatte eine einzige Gruppe mit 140 Keywords und zwei Anzeigen. Nach der Aufteilung in sechs Gruppen mit eigenen Anzeigen und Zielseiten stieg die Klickrate deutlich, und der Klickpreis sank, weil die Anzeigen endlich zur Suchanfrage passten.

Die Anzeigengruppe im Kontoaufbau

Ein Google-Ads-Konto hat drei Ebenen, und jede Ebene entscheidet über etwas anderes. Auf Kontoebene liegen Zahlungsdaten, Verknüpfungen und Conversion-Ziele. Auf Kampagnenebene werden Budget, Gebotsstrategie, Region, Sprache und Werbenetzwerk festgelegt. Auf Anzeigengruppenebene geht es um den Inhalt: Keywords, Anzeigen und Zielseite.

Diese Aufteilung erklärt, warum sich manche Einstellungen nicht dort finden lassen, wo man sie sucht. Ein anderes Budget für eine Leistung braucht eine eigene Kampagne, nicht nur eine eigene Anzeigengruppe. Ein anderer Anzeigentext dagegen braucht nur eine eigene Gruppe.

Eine saubere Struktur an einem Beispiel

Ein Sanitärbetrieb bewirbt drei Leistungen. In der Kampagne „Leistungen Rhein-Main" mit gemeinsamem Budget und gemeinsamer Region liegen drei Anzeigengruppen: Badsanierung, Heizungstausch und Notdienst. Jede Gruppe enthält fünf bis zehn Keywords, zwei Anzeigen und eine eigene Zielseite.

Der Notdienst bekommt dann doch eine eigene Kampagne, weil dort andere Regeln gelten: Anzeigen nur außerhalb der Geschäftszeiten, höhere Gebote, engerer Radius. Das ist der übliche Moment, an dem aus einer Gruppe eine Kampagne wird.

Wie fein Du aufteilst, hängt am Budget. Bei kleinen Beträgen sammeln zu viele Gruppen jeweils zu wenig Daten. Drei bis sechs gut gefüllte Gruppen schlagen zwanzig, die kaum ausgeliefert werden.

Worauf es ankommt

  • Ein Thema je Gruppe. Fünf bis zwanzig eng verwandte Keywords sind ein guter Rahmen.
  • Suchbegriff in der Anzeige. Google hebt ihn hervor, das erhöht die Klickrate.
  • Eigene Zielseite. Jede Gruppe verdient die Seite, die genau ihre Frage beantwortet.
  • Suchbegriffsbericht lesen. Dort steht, wonach wirklich gesucht wurde, nicht nur, was Du gebucht hast.

Häufige Fehler

  • Alle Keywords in eine Gruppe legen, weil es schneller geht.
  • Nur eine Anzeige je Gruppe schalten und nie vergleichen.
  • Gruppen anlegen, die sich überschneiden, sodass sie gegeneinander bieten.

Häufige Fragen

Wie viele Keywords gehören in eine Anzeigengruppe?
Als Faustregel fünf bis zwanzig, sofern sie dieselbe Absicht abdecken. Sobald ein Keyword eine andere Frage stellt, gehört es in eine eigene Gruppe.
Wie viele Anzeigen sollte ich je Gruppe schalten?
Mindestens zwei, damit Google testen kann. Bei responsiven Suchanzeigen reicht meist eine Anzeige mit ausreichend vielen Varianten für Titel und Beschreibung.
Was ist der Unterschied zu einer Kampagne?
Die Kampagne steuert Budget, Region und Ausrichtung. Die Anzeigengruppe steuert Inhalt: welche Suchanfragen, welcher Anzeigentext und welche Zielseite.

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