Was bedeutet Conversion Tracking?
Google beschreibt das Conversion-Tracking in Google Ads als kostenloses Tool, mit dem sich messen lässt, inwieweit Klicks auf Anzeigen zu wertvollen Ergebnissen wie Käufen oder Leads führen. Allgemeiner ist Conversion Tracking der Teil der Web-Analyse, der nicht nur zählt, wie viele Menschen eine Seite besuchen, sondern was sie dort tun.
Ohne Conversion Tracking sieht man in einem Werbekonto nur Klicks und Kosten. Mit Conversion Tracking sieht man, welche Kampagne, welches Keyword und welche Anzeige tatsächlich Anfragen bringen. Moderne Gebotsstrategien in Google Ads, Meta Ads oder LinkedIn Ads brauchen diese Daten sogar, um überhaupt auf Anfragen statt auf Klicks optimieren zu können.
Was sich messen lässt
- Formulare: abgeschickte Kontakt- oder Angebotsanfragen, idealerweise über eine Danke-Seite oder ein Ereignis beim Absenden.
- Anrufe: Klicks auf die Telefonnummer auf dem Smartphone oder Anrufe über Anzeigenerweiterungen.
- WhatsApp und E-Mail: Klicks auf den Chat- oder Mail-Link.
- Käufe: Bestellungen im Shop, möglichst mit Bestellwert, damit sich der ROAS berechnen lässt.
- Buchungen und Downloads: Terminbuchungen, Anmeldungen oder heruntergeladene Unterlagen.
Wie Conversion Tracking funktioniert
Klassisch wird ein kleines Skript auf der Website eingebunden, bei Google das Google-Tag, bei Meta das Pixel, bei LinkedIn der Insight Tag. Es erkennt, wenn ein Besucher nach dem Klick auf eine Anzeige eine festgelegte Aktion ausführt, und meldet das an die Werbeplattform. Die Einrichtung läuft oft über den Google Tag Manager, damit alle Codes an einer Stelle verwaltet werden.
Ergänzend lassen sich Conversions serverseitig übertragen, etwa über die Conversions API von Meta oder LinkedIn. Dabei meldet der Server die Handlung direkt, was unabhängiger von blockierten Cookies im Browser ist und auch Ereignisse erfasst, die später passieren, zum Beispiel wenn aus einer Anfrage ein Auftrag wird.
Einwilligung und Datenschutz
Tracking-Skripte von Werbeplattformen setzen in der Regel Cookies oder greifen auf Endgeräte zu. In Deutschland dürfen sie deshalb nach DSGVO und TDDDG meist erst nach Einwilligung im Cookie-Banner auslösen. Ein sauberes Einwilligungs-Setup gehört zum Conversion Tracking dazu. Wer es weglässt, riskiert nicht nur Ärger, sondern verliert auch das Vertrauen der Besucher.
Typische Fehler beim Conversion Tracking
- Das Falsche wird gezählt: etwa jeder Aufruf der Kontaktseite statt der tatsächlich abgeschickten Anfrage.
- Doppelte Conversions: Browser-Tag und Server melden dieselbe Anfrage zweimal, weil eine gemeinsame Ereignis-ID fehlt.
- Anrufe fehlen: Gerade bei lokalen Betrieben kommt ein großer Teil der Anfragen per Telefon und bleibt unsichtbar.
- Einwilligung falsch eingebunden: Das Tracking läuft entweder ohne Zustimmung oder gar nicht, obwohl zugestimmt wurde.
- Niemand prüft nach: Nach einem Website-Update funktioniert das Formular-Tracking nicht mehr, und die Kampagnen optimieren wochenlang ins Leere.
Bei Bauheld, einem Onlineshop für Bau- und Gartenbedarf, gab es zu Beginn der Zusammenarbeit kein Conversion Tracking. Erst die saubere Messung machte gezielte Optimierung der Google-Ads-Kampagnen möglich. Wie es danach weiterging, steht in der Fallstudie zu Bauheld.
Welche Rolle das Tracking bei Werbekampagnen spielt, steht auf den Seiten zu Google Ads, Meta Ads und LinkedIn Ads. Wie sich aus sauberen Daten mehr Anfragen machen lassen, erklärt die Seite zur Landingpage Optimierung.
Verwandte Begriffe
Conversion Rate
Die Conversion Rate ist der Anteil der Besucher, die eine gewünschte Handlung ausführen. Bei 1.000 Besuchern und 20 Anfragen liegt sie bei zwei Prozent.
AnalyseConversion-Optimierung
Die systematische Arbeit daran, dass mehr Besucher einer Website eine gewünschte Handlung ausführen, ohne dass dafür mehr Besucher nötig sind.
AnalyseROAS
ROAS steht für Return on Ad Spend und sagt, wie viel Umsatz jeder in Werbung investierte Euro zurückbringt. Ein ROAS von 4 bedeutet vier Euro Umsatz je Euro Werbebudget.
Google Ads