Mörfelden-Walldorf & Rhein-Main

Marlex GmbH: Marke, Website und ein Suchkonzept für vierzehn Gewerke

Die Marlex GmbH baut vom Rohbau bis zur Schlüsselübergabe und deckt dabei vierzehn Gewerke ab. Im Netz war davon wenig zu sehen. Entstanden sind ein Logo, ein vollständiges Erscheinungsbild, ein Screendesign, eine Website mit 31 Seiten und ein Suchkonzept, das sich an der tatsächlichen Nachfrage orientiert.

Kurz und knapp

Bauunternehmen treten bei Google fast alle unter „Generalunternehmer" an. Die Nachfrage liegt aber woanders: in den einzelnen Gewerken. Für Frankfurt stehen rund 20 Suchen im Monat auf „generalunternehmer frankfurt" über 2.000 Suchen auf Begriffe wie Elektriker, Dachdecker oder Trockenbau gegenüber. Die neue Website ist genau danach aufgebaut.

Branche Bau
Leistung Marke, Website & SEO
Standort Mörfelden-Walldorf
Domain marlex-gmbh.de

Die Aufgabe

Die Marlex GmbH verbindet Planung, Ausführung und Bauleitung in einem Haus. Wer beides kennt, zeichnet keine Details, die sich auf der Baustelle nicht bauen lassen. Dieser Anspruch stand fest, die äußere Form dazu noch nicht.

Vorhanden waren ein Name, ein klares Leistungsspektrum und ein kleiner Internetauftritt mit wenigen Seiten. Was fehlte, war alles dazwischen: ein Zeichen, ein Erscheinungsbild, eine Seitenstruktur und eine Antwort auf die Frage, wonach Bauherren eigentlich suchen.

Der Auftrag umfasste deshalb vier Teile, die aufeinander aufbauen: Logo und Corporate Design, das Screendesign, die Umsetzung der Website und ein Suchkonzept, das die Struktur überhaupt erst begründet.

Startseite der Marlex GmbH mit Logo, Überschrift und Bildern von der Baustelle

Der Schriftzug steht in versalen Buchstaben, darunter die Leistungszeile „Rohbau bis schlüsselfertig". Die Idee steckt im letzten Buchstaben: Das X ist aus zwei Balken gebaut, von denen einer orange ist und über die Grundlinie hinausläuft.

Dahinter steckt kein Dekor, sondern ein Bauzeichen. Zwei gekreuzte Balken sind das, was auf jeder Baustelle steht, bevor etwas anderes steht. Der orange Balken markiert dabei den Teil, der sichtbar bleibt, wenn alles fertig ist.

Der Schriftzug ist in Pfade umgewandelt, das Logo braucht also auf keinem Rechner eine installierte Schrift. Geliefert wurde ein vollständiger Satz: Hauptlogo für helle und dunkle Untergründe, eine transparente Fassung für Fotos und Fahrzeuge, einfarbige Versionen in Anthrazit, Schwarz und Weiß für Stempel, Bauschild und Arbeitskleidung sowie das Zeichen allein als Icon und Favicon in sechs Größen.

Die Farbwelt

Anthrazit trägt den Auftritt, Orange ist die Signalfarbe und bleibt bewusst sparsam. Es steht im Zeichen, auf den Schaltflächen und bei den Links, sonst nirgends. Das Grau ist ausschließlich für die Leistungszeile und Nebentexte reserviert. Damit bleibt das Logo die stärkste Farbfläche im ganzen Auftritt.

Anthrazit#1E272E
Orange#E4661B
Grau#6B7680
Weiß#FFFFFF

Die Schriften

Eine Schriftfamilie für alles: Poppins. Im Logo in Bold, in der Leistungszeile in Medium mit weitem Buchstabenabstand. Auf der Website trägt dieselbe Familie Überschriften und Fließtext, nur über Gewicht und Größe unterschieden.

Das ist eine bewusste Entscheidung gegen die übliche Zweierkombination. Ein Bauunternehmen hat keine Redaktion, die Schriftregeln pflegt. Eine Familie, die auf jedem Gerät verfügbar ist und sich nicht verwechseln lässt, hält länger als ein elegantes Paar, das nach dem zweiten Angebot niemand mehr richtig einsetzt.

Das Screendesign

Bauherren treffen ihre Entscheidung nicht am Schreibtisch. Der Entwurf ist deshalb von der kleinen Ansicht aus gedacht: Telefonnummer und Anfrage sind auf dem Handy dauerhaft am unteren Rand erreichbar, ohne dass man zurückscrollen muss.

Die Gestaltung lebt von echten Bildern. Baustellenfotos aus laufenden Projekten tragen die Seiten, Lagerware wäre hier besonders schnell durchschaut. Dazu kommt ein durchgängiges Raster, in dem sich Leistungsbereiche, Gewerke und Referenzen gleich verhalten, damit neue Seiten später ohne Gestaltungsaufwand dazukommen können.

Die Website

Umgesetzt wurde die Seite statisch, ohne Redaktionssystem im Hintergrund. Das Ergebnis lädt in rund 0,14 Sekunden bis zum ersten Byte und kommt ohne Cookies und ohne Tracking-Ballast aus. Das Einwilligungsbanner ist trotzdem vorhanden, weil Statistik und Anzeigenmessung später dazugehören sollen.

Aus wenigen Unterseiten wurden 31. Die Struktur ist zweistufig:

  • Acht Leistungsbereiche, also das, was ein Bauherr tatsächlich beauftragt: Schlüsselfertigbau, Rohbau, Gebäudehülle, Innenausbau, Haustechnik, Planung, Bauleitung und Baustellendienstleistungen.
  • Vierzehn Gewerke, also das, wonach bei Google gesucht wird: Zimmerer, Dachdecker, Fassade, Gerüstbau, Trockenbau, Putz, Estrich, Fliesen, Maler, Bodenbeläge, Sanitär, Heizung, Lüftung und Klima sowie Elektro.

Jedes Gewerk hat eine eigene Adresse und ist dem passenden Bereich zugeordnet. Bauherren finden das Gesamtpaket, Google findet jedes einzelne Gewerk. Dazu kommen Weiterleitungen von den alten Adressen, damit nichts ins Leere läuft, und eine Auszeichnung der Leistungen, Kontaktdaten und Fragen im Hintergrund.

Das Suchkonzept: vierzehn Gewerke statt einem Oberbegriff

Der Teil, der die ganze Struktur begründet, steckt in einer einzigen Zahl. Wir haben den Suchmarkt für die Leistungen im Rhein-Main-Gebiet vermessen, Suchanfragen pro Monat:

Suchen im Monat
elektriker frankfurt650
dachdecker frankfurt400
maler frankfurt250
bauunternehmen frankfurt250
trockenbau frankfurt150
generalunternehmer frankfurt20

Die Nachfrage steckt fast vollständig in den einzelnen Gewerken, nicht im Oberbegriff. Die Frankfurter Gewerkebegriffe summieren sich auf über 2.000 Suchen im Monat. Der Begriff, auf den sich Baufirmen üblicherweise konzentrieren, bringt es auf zwanzig.

Wer nur eine Seite „Leistungen" hat, ist für 2.000 Suchen unsichtbar und konkurriert um 20.

Dazu gehört eine Einschränkung, die im Konzept ausdrücklich steht: Nicht jede Suche ist eine gute Anfrage. Hinter „elektriker frankfurt" steckt überwiegend die Suche nach einem Notdienst, also keine Bauprojekte. Die Gewerkeseiten sind deshalb bewusst auf Neubau und Sanierung ausgerichtet und sagen selbst, was Marlex nicht anbietet. Lieber zehn passende Anfragen als hundert falsche.

Local SEO: der schnellste Hebel

Für Bauleistungen ist der Kartenbereich oben in den Suchergebnissen oft wichtiger als Platz eins der klassischen Treffer. Wer in Mörfelden-Walldorf oder Rüsselsheim einen Handwerker sucht, schaut zuerst auf die Karte und auf die Bewertungen.

Deshalb läuft die lokale Sichtbarkeit nicht am Ende, sondern parallel. Dazu gehören ein vollständig gepflegtes Google Unternehmensprofil mit allen vierzehn Gewerken als Leistungen, Fotos echter Projekte statt Katalogbilder und aktiv eingeholte Bewertungen nach jedem abgeschlossenen Bauvorhaben.

Der zweite Baustein sind Seiten für die Einsatzgebiete im Rhein-Main-Gebiet. Die entstehen schrittweise und nur dort, wo es tatsächlich etwas zum Ort zu sagen gibt. Ausgetauschte Städtenamen erkennt Google, und sie schaden mehr als sie nützen. Wie das sauber aussieht, steht im Beitrag Local SEO.

Was geliefert wurde

  • Logo in allen Varianten als SVG und PNG, dazu Zeichen, Favicons und App-Symbole in sechs Größen
  • Corporate Design mit Farb- und Schriftregeln sowie einer Übersicht aller Logoanwendungen
  • Screendesign für Mobilgerät und Rechner, mit festem Raster für spätere Seiten
  • Website mit 31 Seiten, Kontaktformular, Impressum, Datenschutzerklärung und Einwilligungsbanner
  • Weiterleitungen der alten Adressen und Sitemap zur Anmeldung bei Google
  • Suchkonzept mit vermessenem Suchmarkt, Zielbegriffen je Seite und einem Fahrplan in vier Phasen

Die Domain stand zum Projektstart bei keinem einzigen Suchbegriff. Belastbare Zahlen zur Sichtbarkeit gibt es deshalb noch nicht, dafür ist der Auftritt zu jung. Sie kommen hier hinein, sobald sie vorliegen, und nicht vorher.

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