Inhalt
- Was ist OnPage SEO?
- Warum OnPage SEO so viel bewirkt
- Inhalt und Suchintention
- Titel, Description, Überschriften und Bilder
- URLs, Struktur und interne Verlinkung
- Was Google wirklich sagt
- OnPage-SEO-Checkliste
- OnPage-Analyse: Tools
- In welcher Reihenfolge optimieren?
- OnPage SEO und KI-Antworten
- Kosten
- Selbst machen oder abgeben?
Was ist OnPage SEO?
OnPage SEO bezeichnet alle Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung, die direkt auf der eigenen Website stattfinden. Das Ziel ist, dass Google jede Seite eindeutig einem Thema zuordnen kann und Menschen, die danach suchen, dort eine bessere Antwort finden als bei der Konkurrenz. Die Begriffe OnPage-Optimierung, OnPage-Suchmaschinenoptimierung und On-Page SEO meinen dasselbe.
Man kann OnPage SEO grob in drei Ebenen teilen: den Inhalt, also Texte, Bilder und die Antwort auf die Suchanfrage, die HTML-Elemente wie Seitentitel, Meta Description und Überschriften, und die Struktur mit URLs und interner Verlinkung. Die technische Basis gehört im weiteren Sinn ebenfalls dazu. Weil sie eigenes Wissen und oft die Entwicklung braucht, habe ich ihr eine eigene Seite gewidmet: Technisches SEO.
OnPage und OffPage: der Unterschied in einem Satz
OnPage ist alles, was Du auf Deiner Website änderst. OffPage ist alles, was außerhalb passiert, vor allem Links und Erwähnungen auf anderen Websites. Beides wirkt zusammen, aber nur OnPage hast Du vollständig selbst in der Hand. Ohne passende Inhalte helfen auch starke Links wenig, weil es dann nichts gibt, das für die Suchanfrage relevant ist.
Warum OnPage SEO so viel bewirkt
In vielen Projekten liegt der schnellste Hebel nicht in neuen Inhalten, sondern in den Seiten, die schon existieren. Typische Befunde sind Leistungsseiten ohne klares Thema, Titel wie „Startseite“ oder „Leistungen“, fünf Seiten, die alle ein bisschen dasselbe beantworten, oder wichtige Seiten, auf die intern kaum ein Link zeigt.
Solche Punkte zu beheben kostet vergleichsweise wenig und wirkt auf jede künftige Maßnahme mit. Bei emmi FLY war die Entscheidung, für jedes Reiseziel eine eigene, vollständige Seite anzulegen, die Grundlage dafür, dass diese Seiten von null auf eigene Klicks kamen. Bei Bauheld waren Struktur und interne Verlinkung zwei der Hürden, die zu Beginn gelöst werden mussten.
Inhalt und Suchintention: der Kern der OnPage-Optimierung
Suchintention zuerst
Bevor ein Wort geschrieben wird, gehört ein Blick in die Suchergebnisse dazu. Zeigt Google für einen Begriff Ratgeber, Produktseiten, lokale Anbieter oder Vergleiche? Eine Leistungsseite wird kaum für eine Anfrage ranken, bei der alle Ergebnisse Anleitungen sind, und umgekehrt. Die passende Seitenart ist die wichtigste Entscheidung der ganzen OnPage-Optimierung.
Ein Hauptthema pro Seite
Jede Seite sollte ein Hauptthema haben und dazu die verwandten Begriffe und Fragen abdecken. Zielen mehrere Seiten auf dieselbe Suchanfrage, spricht man von Keyword-Kannibalisierung. Google muss sich dann für eine entscheiden, und oft ist es nicht die, die Du Dir wünschst. Eine einfache Tabelle mit URL, Hauptbegriff und Nebenbegriffen schafft hier Ordnung.
Texte, die Fragen vollständig beantworten
Ein guter Text beantwortet die Frage hinter der Suche so, dass niemand zurück zu Google muss. Das heißt: die wichtigste Antwort früh, konkrete Beispiele, Preise oder Zeiträume, wo sie für die Entscheidung wichtig sind, und eine Gliederung, die sich überfliegen lässt. Wie viel Text dafür nötig ist, ergibt sich aus dem Thema, nicht aus einer Wortzahl.
Erfahrung und Vertrauen sichtbar machen
Google beschreibt in seinen Leitfäden, dass hilfreiche Inhalte Erfahrung, Fachwissen und Vertrauenswürdigkeit erkennen lassen sollen. Auf einer Unternehmenswebsite heißt das: echte Projekte, echte Bewertungen, ein Ansprechpartner mit Namen und Aussagen, die sich belegen lassen. Pauschale Superlative helfen weder bei Google noch bei Kunden.
Seitentitel, Meta Description, Überschriften und Bilder
Seitentitel (Title-Tag)
Der Titel ist meist die blaue Überschrift in den Suchergebnissen. Google empfiehlt, dass er für jede Seite einzigartig, klar und prägnant ist und den Inhalt genau beschreibt. Eine feste Zeichengrenze nennt Google nicht, zu lange Titel werden aber abgeschnitten. In der Praxis haben sich rund 50 bis 60 Zeichen bewährt, mit dem Hauptbegriff möglichst weit vorn.
Meta Description
Die Beschreibung erscheint oft als Text unter dem Titel. Sie ist kein direkter Rankingfaktor, entscheidet aber mit, ob jemand klickt. Laut Google sollte sie kurz sein, eindeutig zur jeweiligen Seite gehören und die wichtigsten Punkte enthalten. Google kann den Text durch einen passenderen Ausschnitt der Seite ersetzen, gerade deshalb lohnt sich eine gute Vorlage.
Überschriften
Eine H1 benennt das Thema der Seite, H2 und H3 gliedern den Inhalt. Überschriften helfen Lesern beim Überfliegen und Suchmaschinen beim Verstehen. Laut Google spielt es für die Suche allerdings keine Rolle, ob die Reihenfolge der Überschriften streng eingehalten wird. Wichtiger als die perfekte Hierarchie ist, dass die Überschriften aussagen, was im Abschnitt steht.
Bilder
Bilder brauchen einen beschreibenden Dateinamen, einen Alt-Text und eine sinnvolle Dateigröße. Google beschreibt den Alt-Text als kurzen, aber beschreibenden Text, der die Beziehung zwischen Bild und Inhalt erklärt. Er hilft zugleich Menschen, die Bilder nicht sehen können. Eine Aufzählung von Keywords im Alt-Text ist dagegen Spam.
Strukturierte Daten
Mit strukturierten Daten beschreibst Du Inhalte maschinenlesbar, etwa Leistungen, Bewertungen, Veranstaltungen, Produkte oder Brotkrümelpfade. Sie können zu erweiterten Darstellungen in den Suchergebnissen führen, eine Garantie dafür gibt es nicht. Wichtig ist, dass nur ausgezeichnet wird, was auf der Seite tatsächlich sichtbar ist. Die technische Umsetzung beschreibe ich beim technischen SEO.
URLs, Seitenstruktur und interne Verlinkung
Sprechende URLs
Google empfiehlt, Wörter in die URL aufzunehmen, die für Nutzer hilfreich sind. Eine Adresse wie /leistungen/badsanierung ist verständlicher als /index.php?id=123. Bestehende URLs nur für ein Keyword zu ändern, lohnt sich dagegen selten, und wenn doch, nie ohne Weiterleitung.
Interne Verlinkung
Interne Links zeigen Google, welche Seiten wichtig sind und wie Themen zusammenhängen. Seiten, auf die kaum ein Link zeigt, werden seltener gefunden und schwächer eingeordnet. Laut Google macht ein guter Linktext schon vor dem Klick erkennbar, was auf der verlinkten Seite steht. „Hier klicken“ verschenkt diese Chance, „Kosten einer Badsanierung“ nutzt sie.
Bei emmi FLY verweisen die Reiseziel-Seiten gezielt auf verwandte Ziele, damit sie sich gegenseitig stützen. Dasselbe Prinzip funktioniert für Leistungsseiten, Standortseiten und Ratgeber: Jede Seite verlinkt die nächste logische Frage.
Klicktiefe
Wichtige Seiten sollten mit wenigen Klicks von der Startseite erreichbar sein. Wer fünf Ebenen tief in einem Menü suchen muss, gibt auf, und Suchmaschinen gewichten tief vergrabene Seiten meist schwächer. Eine flache, logische Struktur mit Kategorie- oder Übersichtsseiten löst das.
Was Google zur OnPage-Optimierung wirklich sagt
Rund um OnPage SEO halten sich viele Faustregeln, die in Googles eigenem Leitfaden zur Suchmaschinenoptimierung anders stehen:
| Verbreitete Annahme | Was Google dazu sagt |
|---|---|
| Ein Text braucht mindestens 1.000 Wörter | Die Länge allein spielt für das Ranking keine Rolle, es gibt keine minimale oder maximale Wortanzahl. |
| Das Meta-Keywords-Tag hilft | Google nutzt es nicht. Überflüssige Keywords verstoßen gegen die Spamrichtlinien. |
| Überschriften müssen streng H1, H2, H3 folgen | Für die Google Suche spielt die Reihenfolge keine Rolle, sinnvoll ist sie trotzdem für Leser. |
| Doppelte Inhalte führen zur Abstrafung | Inhalte unter mehreren URLs sind kein Problem, Google wählt eine Version aus. Mit Canonicals steuerst Du, welche. |
| E-E-A-T ist ein Rankingfaktor | Nein, nicht als einzelner Faktor. Die Systeme bewerten aber Signale, die hilfreiche und vertrauenswürdige Inhalte erkennen lassen. |
OnPage-SEO-Checkliste für Deine wichtigsten Seiten
Diese Checkliste nutze ich als Grundgerüst, wenn ich eine Seite prüfe. Geh sie für Deine zehn wichtigsten Seiten durch, bevor Du neue Inhalte schreibst:
- Suchintention: Passt die Seitenart zu dem, was Google für den Hauptbegriff zeigt?
- Hauptthema: Gibt es genau eine Seite für diesen Begriff, ohne interne Konkurrenz?
- Seitentitel: Einzigartig, mit Hauptbegriff weit vorn, nicht abgeschnitten?
- Meta Description: Eigene Beschreibung mit Nutzen und Handlungsaufforderung?
- H1: Nennt sie das Thema so, wie Kunden danach suchen?
- Einstieg: Steht die wichtigste Antwort in den ersten Zeilen?
- Vollständigkeit: Beantwortet die Seite die Fragen, die Kunden vor der Entscheidung haben, etwa zu Ablauf, Kosten und Dauer?
- Gliederung: Aussagekräftige Zwischenüberschriften, Listen und Tabellen, wo sie helfen?
- Bilder: Beschreibende Dateinamen, Alt-Texte und komprimierte Dateien?
- URL: Kurz, lesbar und beschreibend?
- Interne Links: Zeigen andere Seiten mit passendem Linktext auf diese Seite, und verlinkt sie selbst weiter?
- Vertrauen: Referenzen, Bewertungen, Ansprechpartner und belegbare Aussagen sichtbar?
- Strukturierte Daten: Passende Auszeichnung für sichtbare Inhalte wie FAQ oder Brotkrümel?
- Handy: Lässt sich die Seite auf dem Smartphone lesen und ist die Kontaktmöglichkeit ohne Suchen erreichbar?
Notiere Dir vor jeder Änderung Klicks, Impressionen und Position der Seite aus der Google Search Console. Nur so kannst Du nach einigen Wochen sagen, ob die OnPage-Optimierung gewirkt hat.
OnPage-Analyse: Mit diesen Tools findest Du Schwachstellen
Für eine erste OnPage-Analyse brauchst Du kein teures Abo. Diese Werkzeuge decken das Wichtigste ab:
- Google Search Console: kostenlos und die wichtigste Quelle. Sie zeigt, für welche Suchanfragen eine Seite eingeblendet wird, wie oft sie geklickt wird und ob sie im Index ist.
- Bing Webmaster Tools: das Gegenstück für Bing, inklusive eigener SEO-Hinweise.
- PageSpeed Insights: Ladezeit und Nutzererfahrung einzelner Seiten auf Handy und Desktop.
- Crawler wie Screaming Frog: lesen alle Seiten aus und zeigen fehlende oder doppelte Titel, Beschreibungen, Überschriften und Alt-Texte auf einen Blick.
- Die Suchergebnisse selbst: Für die Suchintention gibt es kein besseres Werkzeug als die erste Ergebnisseite zu Deinem Begriff.
Tools finden Symptome, aber keine Prioritäten. Eine Liste mit 300 Warnungen sagt nicht, welche fünf davon Anfragen kosten. Diese Einordnung ist der eigentliche Teil der Arbeit. Was bei einer vollständigen Prüfung sonst noch dazugehört, beschreibt der Glossar-Eintrag SEO Audit.
In welcher Reihenfolge Du OnPage SEO angehst
Nicht jede Seite ist gleich wichtig. Ich gehe meist in dieser Reihenfolge vor:
- Indexierung sicherstellen. Eine Seite, die nicht im Index ist, kann nicht ranken. Das gehört zum technischen SEO und kommt immer zuerst.
- Seiten mit Umsatzbezug. Leistungs-, Kategorie- und Produktseiten vor Blogartikeln.
- Seiten knapp unter den Top 10. In der Search Console finden sich oft Seiten auf Position 8 bis 20. Hier bringt OnPage-Optimierung am schnellsten zusätzliche Klicks.
- Seiten mit vielen Impressionen und wenigen Klicks. Hier helfen oft schon bessere Titel und Beschreibungen.
- Fehlende Seiten. Erst danach neue Inhalte für Themen, die noch nicht abgedeckt sind.
OnPage SEO und KI-Antworten
KI-Übersichten bei Google, ChatGPT und Perplexity greifen auf Inhalte zurück, die klar gegliedert und leicht zu zitieren sind. Gute OnPage SEO erfüllt das bereits: eindeutige Überschriften, kurze direkte Antworten am Anfang eines Abschnitts, Tabellen, FAQ und strukturierte Daten. Wer seine Seiten so aufbaut, verbessert beides zugleich. Mehr dazu auf der Seite zum GEO Freelancer.
Was kostet OnPage SEO?
Die Kosten hängen davon ab, wie viele Seiten optimiert werden, ob neue Texte nötig sind und ob Du nur eine Analyse oder auch die Umsetzung brauchst. Diese marktüblichen Richtwerte helfen bei der Einordnung:
| Marktüblicher Richtwert | |
|---|---|
| Stundensatz für OnPage-Optimierung | mittlerer zweistelliger bis niedriger dreistelliger Betrag |
| OnPage-Analyse kleine Website | ab etwa 1.000 € |
| OnPage-Analyse großer Shop oder Portal | ab etwa 3.000 € |
| Laufende OnPage-Optimierung | meist Teil einer monatlichen SEO-Betreuung |
Automatische OnPage-Checks gibt es kostenlos. Sie ersetzen aber nicht die Frage, ob eine Seite zur Suchintention passt. Was die Optimierung Deiner Website konkret kostet, sage ich Dir nach einem kurzen Blick auf Domain und Ziel.
OnPage SEO selbst machen oder abgeben?
Viel davon kannst Du selbst umsetzen, besonders wenn Du Dein Geschäft und Deine Kunden gut kennst. Titel, Beschreibungen, Alt-Texte und Verlinkungen lassen sich in jedem gängigen CMS pflegen.
- Selbst machen passt, wenn Deine Website überschaubar ist, Du Zeit hast und die Checkliste oben verständlich für Dich ist.
- Abgeben passt, wenn Du nicht weißt, welche Seiten Priorität haben, wenn sich Seiten gegenseitig Konkurrenz machen oder wenn trotz guter Texte nichts passiert.
- Die Mischung passt, wenn ich die Analyse und Vorgaben liefere und Dein Team umsetzt.
Ehrlich gesagt: Wenn Deine Seiten gar nicht im Index sind oder die Website auf dem Handy kaum lädt, bringt OnPage-Optimierung wenig, bis die Technik stimmt. Und wenn die Website grundsätzlich veraltet ist, ist ein Website-Relaunch mit SEO-Plan oft der bessere Weg.

















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