Was bedeutet OffPage-Optimierung?
OffPage-Optimierung ist der Gegenpart zur OnPage-Optimierung. Sie betrifft alles, was außerhalb Deiner Website passiert: Backlinks, Erwähnungen ohne Link, Einträge in Verzeichnissen, Bewertungen und die Präsenz in sozialen Netzwerken.
Für lokale Unternehmen ist der wichtigste Baustein das Google Unternehmensprofil samt einheitlichen NAP-Daten in allen Verzeichnissen. Das wirkt schneller und zuverlässiger als jede Linkkampagne.
Bewertungen zählen doppelt: Sie beeinflussen die Sichtbarkeit im Kartenbereich und sie entscheiden, ob jemand anruft. Wichtig ist, sie nach den Regeln von Google zu sammeln, also ohne Gegenleistung und ohne Vorauswahl zufriedener Kunden.
OffPage-Arbeit braucht Zeit und lässt sich schlecht erzwingen. Wer versucht, sie abzukürzen, landet meist bei gekauften Links. Mehr zum sauberen Vorgehen steht unter Local SEO.
Ein Malerbetrieb war in sieben Verzeichnissen mit drei verschiedenen Telefonnummern eingetragen. Nach der Vereinheitlichung und dem Nachtragen von zwei Verbandseinträgen stieg die Sichtbarkeit im Kartenbereich innerhalb weniger Wochen.
Die Bausteine im Überblick
Verweise: Links von anderen Websites, siehe Backlink. Sie sind der älteste und immer noch ein gewichtiger Baustein, aber längst nicht mehr der einzige.
Einträge und Erwähnungen: Branchenverzeichnisse, Verbände, Kammern und Fachportale. Sie wirken auch ohne Link, weil sie die Angaben zum Unternehmen bestätigen.
Bewertungen: bei Google, in branchenüblichen Portalen und auf Plattformen wie Jameda oder ProvenExpert. Sie beeinflussen Sichtbarkeit und Entscheidung gleichzeitig.
Marke: Wie oft wird der Firmenname direkt gesucht. Das ist ein Signal, das sich nicht kaufen lässt, sondern aus Bekanntheit entsteht.
Wie Verweise praktisch entstehen
Der schnellste Weg führt über bestehende Beziehungen. Lieferanten führen Händlerlisten, Hersteller nennen Partnerbetriebe, Verbände listen Mitglieder, Vereine zeigen Sponsoren, Lieferanten von Software nennen Referenzkunden. In fast jedem Betrieb liegen drei bis zehn solcher Möglichkeiten ungenutzt herum.
Der zweite Weg ist lokal: Presse aus der Region, Veranstaltungskalender, Ausbildungsportale, Gewerbevereine. Für Betriebe mit festem Einzugsgebiet sind solche Verweise wertvoller als jeder allgemeine Fachblog.
Der dritte Weg ist Inhalt, den jemand freiwillig zitiert: eine Übersicht, eine Berechnung, eine Checkliste. Das dauert am längsten und hält am längsten.
Worauf es ankommt
- Erst aufräumen, dann aufbauen. Widersprüchliche Adressdaten kosten mehr, als neue Links bringen.
- Regionale Quellen zuerst. Innung, Kammer, Verein, lokale Presse und Partnerbetriebe.
- Bewertungen aktiv einsammeln. Ein kurzer Link nach dem Auftrag genügt meist.
- Erwähnungen zählen auch ohne Link. Der Firmenname in einem Fachartikel wirkt ebenfalls.
Häufige Fehler
- Bewertungen kaufen oder Kunden für Sterne belohnen.
- In jedem Verzeichnis eine andere Schreibweise des Firmennamens verwenden.
- Linkaufbau betreiben, während die eigene Website technisch und inhaltlich schwach bleibt.
Häufige Fragen
Was bringt mehr, OnPage oder OffPage?
Zählen Social-Media-Profile als Backlinks?
Wie viele Verzeichniseinträge sind sinnvoll?
Verwandte Begriffe
Backlink
Ein Backlink ist ein Verweis von einer fremden Website auf Deine. Google wertet ihn als Empfehlung, sofern er nicht gekauft ist.
SEONAP-Daten
NAP steht für Name, Adresse und Telefonnummer. Diese drei Angaben müssen überall im Netz exakt gleich geschrieben sein.
SEOGoogle Unternehmensprofil
Das Google Unternehmensprofil ist Dein kostenloser Eintrag in Suche und Maps. Für lokale Betriebe ist es oft wichtiger als die eigene Website.
SEO