Mörfelden-Walldorf & Rhein-Main

Backlink

Kurz und knapp

Ein Backlink ist ein Verweis von einer fremden Website auf Deine. Google wertet ihn als Empfehlung, sofern er nicht gekauft ist.

Was bedeutet Backlink?

Ein Backlink, auch Rückverweis, ist ein Link von einer anderen Website auf Deine. Für Suchmaschinen ist er seit jeher ein wichtiges Signal: Wer oft empfohlen wird, gilt als relevanter. Backlinks sind damit der Kern der OffPage-Optimierung.

Entscheidend ist nicht die Menge, sondern die Herkunft. Ein Verweis von einer thematisch passenden, etablierten Seite wiegt mehr als hundert aus Verzeichnissen, die nur für Links existieren. Auch der Linktext zählt, weil er beschreibt, worum es auf der Zielseite geht.

Gute Verweise entstehen meist als Nebeneffekt: durch Mitgliedschaften, Partner, Lieferanten, Vereine, lokale Presse, Fachbeiträge oder Inhalte, die jemand freiwillig zitiert. Bei lokalen Unternehmen sind Branchenverzeichnisse mit einheitlichen NAP-Daten ein solider Anfang.

Gekaufte Links verstoßen gegen die Richtlinien von Google. In der Praxis ist der größere Schaden meist nicht die Strafe, sondern das verbrannte Budget für Links, die nichts bewirken.

Beispiel

Ein Handwerksbetrieb war Sponsor eines Sportvereins, wurde dort aber nur als Logo ohne Link gezeigt. Eine Mail genügte, um daraus einen echten Verweis zu machen. Dazu kamen Einträge bei Innung und Handwerkskammer. Drei Links, alle passend, alle kostenlos.

Woran sich ein guter Verweis erkennen lässt

Thematische Nähe: Eine Seite, die selbst über Dein Fachgebiet oder Deine Region schreibt, wiegt deutlich mehr als ein beliebiger Blog.

Redaktioneller Zusammenhang: Ein Link mitten im Text eines Beitrags zählt mehr als einer im Fußbereich oder in einer Linkliste.

Erreichbarkeit: Die verweisende Seite sollte selbst Besucher haben und indexiert sein. Ein Link von einer Seite, die niemand findet, bewirkt wenig.

Linktext: Er beschreibt, worum es auf der Zielseite geht. Natürlich ist eine Mischung aus Firmenname, Adresse und beschreibenden Formulierungen. Hundert Links mit exakt demselben Keyword als Linktext fallen sofort auf.

Welche Arten von Verweisen es gibt

Redaktionelle Links entstehen, weil jemand freiwillig auf Dich verweist. Sie sind am wertvollsten und am schwersten zu bekommen.

Verzeichnis- und Profillinks stammen aus Branchenbüchern, Kammern, Verbänden und Plattformen. Sie sind schnell angelegt, wirken einzeln wenig, stützen bei einheitlichen NAP-Daten aber die lokale Sichtbarkeit.

Partner- und Sponsoringlinks aus bestehenden Beziehungen. Für kleine Betriebe die ergiebigste Quelle überhaupt, weil sie ohnehin vorhanden ist.

Gekaufte Links verstoßen gegen die Richtlinien. Wer sie trotzdem einsetzt, sollte wissen, dass der Schaden meist nicht in einer Strafe besteht, sondern im verbrannten Budget.

Das eigene Linkprofil einschätzen

Einen ersten Überblick liefert die Google Search Console unter Links. Dort stehen die verweisenden Websites, die am häufigsten verlinkten Seiten und die häufigsten Linktexte. Das reicht für die Frage, ob überhaupt etwas da ist.

Aufschlussreicher ist der Vergleich mit zwei oder drei Wettbewerbern, die vor Dir stehen. Woher kommen deren Verweise, und welche dieser Quellen stehen Dir ebenfalls offen? Aus dieser Liste entsteht ein realistischer Plan.

Alarmzeichen sind plötzliche Sprünge in der Zahl der verweisenden Domains ohne erkennbaren Anlass, viele Links aus fachfremden Sprachen und immer derselbe Linktext. In solchen Fällen lohnt ein genauerer Blick.

Worauf es ankommt

  • Thematische Nähe. Ein Verweis aus derselben Branche oder Region wirkt stärker als einer aus einem beliebigen Blog.
  • Natürliche Linktexte. Ein Mix aus Firmenname, Adresse und beschreibenden Formulierungen wirkt unauffällig.
  • Bestehende Kontakte nutzen. Partner, Lieferanten, Verbände und Sponsorings sind die einfachste Quelle.
  • Geduld. Ein gleichmäßiges Wachstum ist glaubwürdiger als fünfzig Links in einer Woche.

Häufige Fehler

  • Linkpakete kaufen, die Hunderte Verweise für wenig Geld versprechen.
  • Nur auf die Startseite verlinken lassen und Unterseiten vergessen.
  • Verzeichniseinträge mit unterschiedlichen Adressdaten anlegen.

Häufige Fragen

Wie viele Backlinks brauche ich?
Es gibt keine Zielzahl. Sinnvoll ist ein Blick auf die Wettbewerber, die vor Dir stehen: Woher kommen deren Verweise, und welche davon könntest Du ebenfalls bekommen.
Was bedeutet nofollow?
Ein Zusatz im Link, mit dem eine Website signalisiert, dass sie keine Empfehlung ausspricht. Solche Links zählen weniger, können aber trotzdem Besucher bringen und gehören zu einem natürlichen Profil dazu.
Kann ich schlechte Backlinks entfernen lassen?
Meist reicht es, sie zu ignorieren, Google bewertet offensichtlichen Spam ohnehin ab. Nur bei einer manuellen Maßnahme lohnt sich das Entwerten über das Disavow-Werkzeug.

Verwandte Begriffe

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