Mörfelden-Walldorf & Rhein-Main

Kontrastverhältnis

Kurz und knapp

Das Kontrastverhältnis beschreibt, wie stark sich Text von seinem Hintergrund abhebt. Zu blasse Schrift ist für viele Menschen schlicht nicht lesbar.

Was bedeutet Kontrastverhältnis?

Das Kontrastverhältnis vergleicht die Helligkeit von Text und Hintergrund. Es wird als Verhältnis angegeben, etwa 4,5 zu 1. Schwarz auf Weiß erreicht den Höchstwert von 21 zu 1, hellgraue Schrift auf Weiß liegt oft unter 3 zu 1 und ist damit für viele Menschen schwer zu lesen.

Als Maßstab gilt Stufe AA der WCAG: mindestens 4,5 zu 1 bei normalem Text und mindestens 3 zu 1 bei großer Schrift ab etwa 24 Pixeln oder ab 19 Pixeln in Fettschrift. Für Bedienelemente und wichtige grafische Elemente gelten ebenfalls 3 zu 1.

Messen lässt sich das ohne Zusatzsoftware: In den Entwicklerwerkzeugen von Chrome oder Edge zeigt der Farbwähler das Verhältnis direkt an. Online geht es zum Beispiel mit dem Kontrastrechner von leserlich.info. Wichtig ist, auch Zustände wie Platzhaltertexte, deaktivierte Felder und Text auf Bildern zu prüfen.

In der Praxis entsteht das Problem fast immer aus Designgründen: Hellgrau wirkt auf großen Monitoren edel. Auf einem Handy in der Sonne oder für Augen jenseits der fünfzig ist es unlesbar. Mehr dazu im Beitrag Barrierefreie Website.

Beispiel

Fließtext in Hellgrau auf Weiß kommt auf 2,8 zu 1 und fällt durch. Ein etwas dunkleres Grau erreicht 4,6 zu 1 und besteht die Anforderung, ohne dass sich der Gesamteindruck der Seite verändert.

Verwandte Begriffe

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