Kurz und knapp
KI SEO bezeichnet zum einen den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Suchmaschinenoptimierung, etwa für Recherche, Gliederungen, Metadaten und Auswertungen, zum anderen die Optimierung von Inhalten, damit sie in KI-Antworten als Quelle erscheinen. Google erlaubt KI-generierte Inhalte ausdrücklich, solange sie hilfreich sind und nicht massenhaft zur Manipulation von Rankings erzeugt werden. Für die Übersichten mit KI gelten laut Google dieselben Grundlagen wie für die normale Suche.
- KI beschleunigt Recherche und Entwürfe, Fakten, Erfahrung und Entscheidungen bleiben beim Menschen
- Massenhaft erzeugte Seiten ohne Mehrwert verstoßen gegen Googles Spam-Richtlinien
- KI-Antworten zitieren Abschnitte: Wer Teilfragen klar beantwortet, wird eher als Quelle genannt
Inhalt
- Was ist KI SEO?
- Wie KI-Antworten entstehen
- Was Google zu KI-Inhalten sagt
- Wo KI bei SEO wirklich hilft
- Wo KI schadet oder nichts bringt
- So arbeite ich mit KI
- Prompt-Bibliothek zum Kopieren
- KI SEO für kleine Unternehmen
- Inhalte, die KI-Systeme zitieren
- Technik für KI-Crawler
- KI SEO messen
- Welche Werkzeuge wofür taugen
- Checkliste zum Abhaken
Was ist KI SEO?
Wer „KI SEO“ bei Google eingibt, bekommt zwei Sorten von Antworten. Die einen erklären, wie man mit ChatGPT und anderen Werkzeugen schneller Keywords findet und Texte entwirft. Die anderen erklären, wie man in den Antworten dieser Werkzeuge auftaucht. Beides heißt KI SEO, und beides hängt enger zusammen, als es auf den ersten Blick wirkt.

Bedeutung eins: KI für SEO nutzen
Hier ist KI ein Werkzeug. Sie hilft, Suchbegriffe zu gruppieren, Gliederungen zu entwerfen, Titel und Beschreibungen vorzuschlagen, strukturierte Daten zu schreiben oder große Tabellen aus der Search Console auszuwerten. Die Website wird dadurch nicht automatisch besser. Aber die Arbeit an ihr geht schneller, und es bleibt mehr Zeit für das, was eine Seite wirklich von anderen abhebt.
Bedeutung zwei: SEO für KI-Antworten
Hier ist KI der Kanal. Seit dem 26. März 2025 zeigt Google auch in Deutschland Übersichten mit KI über den Suchergebnissen, dazu kommen Assistenten wie ChatGPT, Perplexity, Gemini und Microsoft Copilot, die Fragen direkt beantworten und Quellen verlinken. Ziel ist, dass die eigene Website dort genannt und verlinkt wird.
Der Zusammenhang: KI-Antworten greifen auf Websites zurück, die gut gefunden, gut verstanden und als vertrauenswürdig eingestuft werden. Das ist klassische Suchmaschinenoptimierung. Wer sie mit KI schneller und besser macht, verbessert damit auch seine Chancen, in KI-Antworten aufzutauchen. Die Grundlagen dazu stehen im Guide zur Suchmaschinenoptimierung.
Die vielen Namen für dasselbe
Für den zweiten Teil kursieren inzwischen fast so viele Abkürzungen wie Anbieter. Gemeint ist im Kern dasselbe, die Begriffe betonen nur unterschiedliche Seiten:
- GEO
- Generative Engine Optimization. Der verbreitetste Begriff für Sichtbarkeit in generierten Antworten.
- AIO
- AI Optimization oder Artificial Intelligence Optimization. Oft gleichbedeutend mit GEO verwendet.
- LLMO
- Large Language Model Optimization. Betont die Sprachmodelle hinter ChatGPT, Claude oder Gemini.
- GAIO
- Generative AI Optimization. Eine weitere Variante, die vor allem im deutschsprachigen Raum auftaucht.
Ausführlich erkläre ich diesen Teil im Beitrag Was ist GEO?. Hier geht es um beide Seiten zusammen.
Wie KI-Antworten entstehen
Um zu verstehen, warum manche Seiten in KI-Antworten auftauchen und andere nicht, hilft ein Blick auf die Technik. Die meisten KI-Suchen arbeiten nach einem Prinzip, das sich abrufgestützte Erzeugung nennt, im Englischen Retrieval-Augmented Generation. Das Sprachmodell antwortet nicht nur aus dem, was es beim Training gelernt hat, sondern sucht zuerst passende Quellen und formuliert die Antwort auf deren Grundlage.

Query Fan-Out: aus einer Frage werden viele Suchen
Google beschreibt für die Übersichten mit KI und den KI-Modus eine Technik namens Query Fan-Out. Eine Frage wird dabei in mehrere verwandte Teilsuchen zu Unterthemen aufgefächert, deren Ergebnisse dann in die Antwort einfließen. Wer nach den Kosten einer Website für Handwerker fragt, löst also im Hintergrund auch Suchen nach Festpreisen, laufenden Kosten oder Alternativen aus.
Für Dich hat das zwei Folgen. Erstens kann eine Seite als Quelle auftauchen, obwohl sie für die ursprüngliche Frage gar nicht auf den vorderen Plätzen steht, weil sie eine der Teilfragen gut beantwortet. Zweitens zahlt es sich aus, die naheliegenden Folgefragen eines Themas mitzubeantworten, jeweils in einem eigenen, klar überschriebenen Abschnitt.
Klassische Suche und KI-Antwort im Vergleich
| Klassische Suche | KI-Antwort | |
|---|---|---|
| Ergebnis | Liste mit Links und Textauszügen | Zusammengefasste Antwort mit Quellenlinks |
| Anfrage | Meist wenige Stichwörter | Oft ganze Fragen, mit Nachfragen im Dialog |
| Was zitiert wird | Die ganze Seite als Treffer | Einzelne Abschnitte, die eine Teilfrage beantworten |
| Klick | Nötig, um die Antwort zu lesen | Oft nicht nötig, Klicks kommen eher bei Entscheidungen |
| Was zählt | Relevanz, Qualität, Vertrauen, Technik | Dieselben Grundlagen, dazu klare, zitierfähige Abschnitte |
Ehrlich gesagt: Bei einfachen Wissensfragen werden weniger Menschen klicken, das lässt sich nicht wegoptimieren. Bei allem, was eine Entscheidung vorbereitet, also Anbieter vergleichen, Preise einschätzen, einen Termin machen, bleibt der Klick auf eine Website der nächste Schritt. Und wer in der Antwort genannt wird, ist im Kopf, auch wenn nicht sofort geklickt wird.
Was Google zu KI-Inhalten sagt
Die häufigste Frage in Gesprächen zu dem Thema lautet: Bestraft Google Texte, die mit KI geschrieben sind? Google hat sich dazu klar geäußert, und die Antwort ist entspannter, als viele denken. Die wichtigsten Aussagen auf einen Blick:
KI-Inhalte allgemein
Ein angemessener Einsatz von KI oder Automatisierung verstößt nicht gegen die Richtlinien. Google bewertet die Qualität eines Inhalts, nicht die Art, wie er entstanden ist.
Seiten in Masse
Viele Seiten vor allem zur Manipulation von Rankings und ohne Mehrwert für Leser zu erzeugen, ist Missbrauch skalierter Inhalte. Das gilt mit und ohne KI.
Kennzeichnung
Google empfiehlt, offenzulegen, wie ein Inhalt entstanden ist, wenn Leser sich das vernünftigerweise fragen würden. Eine Pflicht für jeden Text gibt es in der Suche nicht.
Wer, wie, warum
Wer hat den Inhalt erstellt, wie ist er entstanden, warum gibt es ihn? Entsteht er vor allem, um Besucher abzugreifen, werten Googles Systeme ihn ab.
Die Linie ist also nicht „KI ja oder nein“, sondern „hilfreich oder nicht“. Ein mit KI entworfener Ratgeber, den ein Fachmann geprüft, ergänzt und mit eigenen Beispielen versehen hat, ist für Google ein normaler Inhalt. Hundert automatisch erzeugte Stadtseiten mit ausgetauschtem Ortsnamen sind es nicht, auch wenn jede einzelne fehlerfrei klingt. Was Google unter hilfreichen Inhalten versteht, steht im Glossar unter E-E-A-T.
Wo KI bei SEO wirklich hilft
Die nützlichste Frage ist nicht, ob man KI einsetzt, sondern wofür. Aus meiner Arbeit hat sich eine einfache Ampel ergeben:

Keyword-Recherche und Clustering
KI ist hervorragend darin, eine lange Liste von Suchbegriffen nach Absicht zu sortieren: Was ist eine Informationsfrage, was eine Preisfrage, was eine Suche nach einem Anbieter? Das spart bei hundert Begriffen leicht eine Stunde. Die Begriffe selbst und ihr Suchvolumen sollten aber aus echten Daten kommen, also aus der Search Console, dem Keyword-Planer oder einem SEO-Tool. Mehr dazu im Glossar unter Keyword-Recherche.
Gliederungen und Briefings
Für einen neuen Ratgeber lasse ich mir eine erste Gliederung vorschlagen und gleiche sie mit dem ab, was auf der ersten Ergebnisseite bei Google steht und was Kunden mich tatsächlich fragen. Die KI findet dabei oft Teilfragen, an die man selbst nicht gedacht hätte. Was in den Text gehört und was nicht, entscheide ich danach selbst.
Titel, Beschreibungen und Überschriften
Für eine Seite fünf Varianten eines Seitentitels zu bekommen, dauert Sekunden. Die beste davon lässt sich dann noch schärfen. Gerade bei vielen ähnlichen Seiten hilft das, Wiederholungen zu vermeiden. Wichtig ist, die Längen zu prüfen und den Hauptbegriff nicht umschreiben zu lassen.
Bestehende Inhalte aktualisieren
Viele Websites haben Ratgeber, die vor Jahren gut liefen und seitdem langsam verlieren. KI hilft, einen alten Text mit den Fragen abzugleichen, die heute in der Search Console auftauchen, und zeigt, welche Abschnitte fehlen oder veraltet wirken. Die neuen Fakten prüfst Du selbst, aber die Fleißarbeit des Abgleichs ist in Minuten erledigt.
Interne Verlinkung und Alternativtexte
Bei einer Website mit dreißig oder mehr Seiten verliert man schnell den Überblick, welche Seite auf welche verweisen sollte. Mit einer Liste aller Seiten samt Kurzbeschreibung schlägt KI sinnvolle Verbindungen vor. Ähnlich bei Bildern: Entwürfe für Alternativtexte entstehen schnell, sollten aber beschreiben, was wirklich zu sehen ist. Wie ein guter Alternativtext aussieht, steht im Glossar unter Alt-Text.
Technik: strukturierte Daten, Regex, Skripte
Ein Entwurf für strukturierte Daten nach schema.org, ein regulärer Ausdruck für einen Filter in der Search Console oder eine Formel für eine Tabelle: Das sind Aufgaben, bei denen KI sehr zuverlässig ist und sich das Ergebnis sofort überprüfen lässt. Für alles, was live geht, gilt trotzdem: testen, bevor es auf die Website kommt. Die Grundlagen dazu stehen auf der Seite zum technischen SEO.
Auswertungen
Ein Export aus der Search Console mit ein paar tausend Zeilen ist für Menschen mühsam und für KI eine Kleinigkeit. Welche Seiten verlieren Klicks, welche Suchbegriffe haben viele Impressionen und kaum Klicks, wo stehen zwei Seiten für denselben Begriff im Wettbewerb? Solche Fragen lassen sich in Minuten beantworten, wenn die Daten sauber vorliegen.
Wo KI schadet oder nichts bringt
Genauso klar wie die Stärken sind die Grenzen. An diesen Stellen sehe ich in der Praxis die meisten Probleme:
Erfundene Fakten
Sprachmodelle formulieren auch dann flüssig, wenn sie falsch liegen. Jahreszahlen, Studien, Preise und Paragraphen müssen gegen eine Quelle geprüft werden. Eine falsche Zahl kostet mehr Vertrauen, als zehn gute Absätze aufbauen.
Suchvolumen aus dem Chat
Ohne Datenanbindung liefert ein Chatbot plausibel klingende Zahlen, die aus keiner Messung stammen. Für Entscheidungen taugen nur echte Daten aus Werkzeugen.
Einheitsbrei
Ein Sprachmodell schreibt, was im Durchschnitt zu einem Thema gesagt wird. Genau das steht schon auf den Seiten, die bereits ranken. Was eine Seite besser macht, sind eigene Zahlen, Fälle und Meinungen.
Seiten in Masse
Mit KI lassen sich in einer Stunde hundert Seiten erzeugen. Ohne echten Mehrwert ist das genau der Missbrauch skalierter Inhalte, den Google in den Spam-Richtlinien beschreibt.
Strategie
Welche Seite zuerst kommt, welcher Begriff sich für das Geschäft lohnt und welche Seite man besser löscht, hängt an Wissen über Kunden, Margen und Wettbewerb. Das hat die KI nicht.
Vertrauliche Daten
Kundendaten, interne Zahlen und personenbezogene Daten gehören nicht ungeprüft in ein KI-Werkzeug. Welche Einstellungen und Verträge nötig sind, klärst Du vorab mit Deinem Datenschutzbeauftragten.
So arbeite ich mit KI
In der Praxis hat sich ein Wechsel zwischen Mensch und KI bewährt. Die KI übernimmt die Fleißarbeit, die Entscheidungen und die Prüfung bleiben bei mir:

- Echte Daten holen: Suchbegriffe und Volumen aus einem SEO-Tool, Klicks und Impressionen aus der Search Console, dazu die Fragen, die Kunden am Telefon stellen.
- Gruppieren und vorschlagen lassen: Die KI ordnet die Begriffe nach Absicht, schlägt eine Gliederung vor und zeigt Lücken im Vergleich zu den Seiten, die schon ranken.
- Entscheiden: Welche Seite bedient welchen Begriff, was ist das Ziel der Seite, was kommt zuerst? Das entscheidet ein Mensch, der das Geschäft kennt.
- Entwerfen lassen: Erste Textfassung, Titel, Beschreibung, strukturierte Daten.
- Prüfen und ergänzen: Jede Zahl mit Quelle, eigene Beispiele und Erfahrungen, der Ton passend zur Marke. Hier entsteht der eigentliche Wert der Seite.
- Veröffentlichen und messen: Nach vier bis acht Wochen in der Search Console nachsehen, für welche Begriffe die Seite erscheint, und nachschärfen.
Den größten Unterschied macht nicht das Werkzeug, sondern die Datenbasis. Frag die KI nicht nach Zahlen, sondern gib ihr welche: einen Export aus der Search Console oder einem SEO-Tool. Dann sortiert, vergleicht und fasst sie zusammen, erfinden muss sie nichts.
Prompt-Bibliothek zum Kopieren
Diese Anweisungen nutze ich in abgewandelter Form regelmäßig. Wähle eine Aufgabe, ersetze die orange markierten Stellen durch Deine eigenen Daten und kopiere den Prompt mit einem Klick.
Suchbegriffe nach Absicht gruppieren
Du brauchst: Eine Liste mit Suchbegriffen und Suchvolumen aus einem SEO-Tool oder der Search Console
Hier ist eine Liste von Suchbegriffen mit Suchvolumen: [Liste]. Ordne jeden Begriff einer Suchabsicht zu: informieren, vergleichen, kaufen oder Anbieter vor Ort finden. Fasse Begriffe, die auf derselben Seite beantwortet werden sollten, zu Gruppen zusammen und schlage für jede Gruppe einen Seitentyp vor. Gib das Ergebnis als Tabelle aus. Erfinde keine neuen Begriffe und keine Zahlen.
Lücken gegenüber der Konkurrenz finden
Du brauchst: Die Zwischenüberschriften der Seiten auf der ersten Ergebnisseite und Deine eigene Gliederung
Hier sind die Zwischenüberschriften der fünf Seiten, die für [Suchbegriff] auf der ersten Ergebnisseite stehen: [Überschriften]. Hier ist meine Gliederung: [Gliederung]. Welche Fragen beantworten die anderen und ich nicht? Welche naheliegenden Folgefragen beantwortet keine der Seiten gut? Antworte als Liste, sortiert nach Bedeutung für [Zielgruppe].
Titel und Beschreibung
Du brauchst: Thema, Zielgruppe, Ort und den Hauptbegriff der Seite
Schreibe fünf Seitentitel mit höchstens 55 Zeichen und fünf Beschreibungen mit höchstens 150 Zeichen für eine Seite über [Thema] für [Zielgruppe] in [Ort]. Der Begriff [Hauptbegriff] muss wörtlich am Anfang des Titels stehen. Keine Superlative, keine Ausrufezeichen. Zähle die Zeichen jeder Variante mit.
Search Console auswerten
Du brauchst: Einen Export aus dem Leistungsbericht mit Suchanfragen, Seiten, Klicks, Impressionen und Position
Hier ist ein Export aus der Google Search Console mit Suchanfragen, Seiten, Klicks, Impressionen und Position: [Daten]. Finde erstens Suchanfragen mit vielen Impressionen und einer Klickrate unter zwei Prozent, zweitens Seiten, die für dieselbe Anfrage konkurrieren, und drittens Anfragen auf Position 8 bis 20, die mit einer Überarbeitung auf die erste Seite kommen könnten. Nenne für jeden Fund die betroffene Seite.
Bestehenden Text aktualisieren
Du brauchst: Den bisherigen Text und die Suchanfragen, für die die Seite heute erscheint
Hier ist ein Ratgeber von meiner Website: [Text]. Und hier sind die Suchanfragen, für die er laut Search Console erscheint: [Suchanfragen]. Welche dieser Anfragen beantwortet der Text nicht oder nur am Rand? Welche Abschnitte wirken veraltet? Schlage neue Zwischenüberschriften vor, aber formuliere keine Fakten, die ich nicht geliefert habe.
Strukturierte Daten
Du brauchst: Seitentyp und die Angaben, die auf der Seite tatsächlich stehen
Erstelle strukturierte Daten im Format JSON-LD nach schema.org für diese Seite: [Seitentyp, Name, Adresse, Öffnungszeiten, Fragen und Antworten]. Verwende nur Angaben, die ich Dir gebe. Markiere Felder, die Google für erweiterte Darstellungen empfiehlt und die noch fehlen, statt sie zu erfinden.
Fünf Regeln für gute Prompts
- Ziel und Rolle nennen: Für wen ist das Ergebnis, und wofür wird es gebraucht? „Für die Leistungsseite eines Dachdeckers“ liefert bessere Vorschläge als „für eine Website“.
- Eigene Daten mitgeben: Liste, Export, Notizen aus Kundengesprächen. Je mehr echtes Material, desto weniger muss die KI raten.
- Format vorgeben: Tabelle, Liste, Zeichenzahl, Anzahl der Varianten. Ein klares Format spart Nacharbeit.
- Grenzen setzen: „Erfinde keine Zahlen“, „nutze nur meine Angaben“, „frag nach, wenn etwas fehlt“. Solche Sätze verringern erfundene Angaben spürbar.
- In Schritten arbeiten: Erst gruppieren, dann gliedern, dann entwerfen. Ein Prompt, der alles auf einmal will, liefert meist von allem etwas und nichts richtig.
KI SEO für kleine Unternehmen
KI SEO klingt nach Konzernthema, ist aber gerade für kleine Betriebe interessant: Dort fehlt selten das Wissen, sondern die Zeit. Sechs Einsätze, bei denen KI wenig Risiko und viel Entlastung bringt:
Fragen aus dem Alltag zu FAQ machen
Die Fragen aus Telefonaten und E-Mails sammeln, von der KI nach Themen sortieren lassen und auf den passenden Leistungsseiten beantworten. So entstehen Antworten auf genau das, wonach Kunden suchen.
Beiträge im Unternehmensprofil
Entwürfe für Beiträge im Google Unternehmensprofil zu Aktionen, saisonalen Leistungen oder neuen Projekten. Einmal im Monat eine halbe Stunde reicht, um das Profil lebendig zu halten.
Antworten auf Bewertungen
Einen Entwurf für die Antwort erstellen lassen und persönlich anpassen, mit Namen und Bezug zum Auftrag. Nie automatisch dieselbe Antwort unter alle Bewertungen setzen.
Eigene Produkttexte statt Herstellertext
Herstellertexte stehen oft wortgleich in vielen Shops. Aus eigenen Angaben zu Maßen, Material, Einsatz und Erfahrungen entwirft die KI eigene Beschreibungen, die sich abheben.
Alternativtexte für viele Bilder
Für Galerien und Referenzen schnell Entwürfe für Alternativtexte erstellen lassen und prüfen, ob sie beschreiben, was wirklich zu sehen ist. Das hilft der Barrierefreiheit und der Bildersuche.
Fachbeiträge aus Gesprächsnotizen
Aus Notizen von Vertriebsgesprächen und Angeboten eine Gliederung für einen Fachbeitrag machen. Das Fachwissen kommt aus dem Unternehmen, die KI hilft beim Ordnen und Formulieren.
Inhalte, die KI-Systeme zitieren
Für den zweiten Teil von KI SEO, die Sichtbarkeit in KI-Antworten, gilt eine Aussage, die Google selbst so formuliert: Für die Übersichten mit KI gibt es keine zusätzlichen Anforderungen und keine spezielle Optimierung. Es gelten dieselben Grundlagen wie für die normale Suche. Was diese Grundlagen konkret bedeuten, wenn Abschnitte statt Seiten zitiert werden:
Themen statt einzelner Seiten
Eine Website, die ein Thema vollständig abdeckt, wird eher als verlässliche Quelle erkannt als eine einzelne Seite zwischen lauter anderen Themen. Bewährt hat sich der Aufbau aus einer Leitseite, die das Thema als Ganzes erklärt, und vertiefenden Seiten zu den Unterthemen. Beide verlinken aufeinander. Auf dieser Website sieht das so aus:

Jeder Abschnitt beantwortet eine Frage
Weil KI-Systeme Abschnitte zitieren, sollte jeder Abschnitt für sich verständlich sein. Die Kernaussage steht im ersten Satz, die Details danach. Zwischenüberschriften dürfen als echte Fragen formuliert sein. Eine knappe Zusammenfassung am Anfang, wie das „Kurz und knapp“ dieses Ratgebers, liefert eine fertige Antwort auf die Hauptfrage.
Definitionen, Listen und Tabellen
Eine klare Definition in einem Satz, eine Liste mit Schritten oder eine Tabelle mit Vergleichswerten lassen sich leichter korrekt übernehmen als ein langer Fließtext. Das gilt für Menschen genauso. Häufige Fragen mit kurzen, eigenständigen Antworten am Ende einer Seite sind deshalb weiter sinnvoll.
Erkennbare Absender und eine klare Marke
Wer schreibt hier, mit welcher Erfahrung, und welches Unternehmen steht dahinter? Ein Autor mit Namen, ein Impressum, überall gleich angegebene Firmendaten und strukturierte Daten zum Unternehmen machen das eindeutig. KI-Systeme lernen eine Marke auch aus dem kennen, was andere über sie schreiben: Bewertungen, Verzeichnisse, Fachbeiträge und Presse zählen deshalb doppelt.
Eigene Daten und Erfahrungen
Inhalte, die es nur bei Dir gibt, sind schwer zu ersetzen. Eigene Preise, Messwerte, Fallbeispiele oder eine begründete Meinung geben einer KI-Antwort einen Grund, gerade Deine Seite zu nennen. Eine Zusammenfassung dessen, was ohnehin überall steht, gibt ihr keinen.
Technik für KI-Crawler
Damit eine Seite überhaupt als Quelle infrage kommt, muss sie erreichbar sein. Für die Google Suche gilt laut Google: Die Seite muss indexiert sein und für ein Snippet infrage kommen. Spezielle KI-Dateien oder besondere strukturierte Daten braucht es dafür nicht. Andere KI-Dienste durchsuchen das Web mit eigenen Crawlern, die sich in der robots.txt einzeln steuern lassen:
| Crawler | Wofür er da ist | Empfehlung |
|---|---|---|
| Googlebot | Google Suche, auch die Übersichten mit KI und den KI-Modus | Zulassen |
| Google-Extended | Steuert, ob Inhalte für Gemini-Modelle genutzt werden dürfen. Laut Google ohne Einfluss auf die Google Suche | Eigene Entscheidung |
| OAI-SearchBot | Erfasst Seiten für die Suche in ChatGPT | Zulassen, wenn Du in ChatGPT genannt werden willst |
| GPTBot | Training der Modelle von OpenAI | Eigene Entscheidung, unabhängig von der Suche |
| PerplexityBot | Erfasst Seiten für die Antworten in Perplexity | Zulassen, wenn Du dort genannt werden willst |
| Bingbot | Bing, worauf Microsoft Copilot bei Websuchen zurückgreift | Zulassen und die Website in den Bing Webmaster Tools anmelden |
Darüber hinaus gelten die bekannten technischen Grundlagen. Wichtige Inhalte gehören direkt ins HTML und sollten nicht erst nach einem Klick oder über aufwendige Skripte nachgeladen werden. Google führt JavaScript aus, ob das alle anderen Crawler genauso tun, ist nicht bei allen dokumentiert. Dazu kommen schnelle Ladezeiten, eine saubere interne Verlinkung und eine aktuelle Sitemap. Ob Du zusätzlich eine llms.txt brauchst, beantworte ich auf der Seite zum GEO Freelancer.
KI SEO messen
Sichtbarkeit in KI-Antworten lässt sich nicht so sauber messen wie ein Ranking. Mit drei Quellen bekommst Du trotzdem ein brauchbares Bild:
Search Console
Klicks und Impressionen aus den Übersichten mit KI zählt Google im Leistungsbericht unter dem Suchtyp „Web“ mit, ein eigener Filter dafür fehlt. Steigen Impressionen bei gleichbleibenden Klicks, ist das ein typisches Muster, wenn Antworten direkt in der Suche gegeben werden.
Analyse-Tool
Besuche aus KI-Assistenten erscheinen als Verweise, etwa von chatgpt.com, perplexity.ai, gemini.google.com oder copilot.microsoft.com. ChatGPT hängt an Links in der Regel zusätzlich den Parameter utm_source=chatgpt.com an. Nicht jeder Besuch wird so erkannt, manche Apps geben keine Herkunft weiter.
Prompt-Test
Eine feste Liste mit zehn bis zwanzig Fragen, die Deine Kunden stellen würden, jeden Monat in denselben KI-Assistenten stellen und festhalten, ob und wie Deine Marke genannt wird. Einfach, aber über Monate sehr aufschlussreich.
Die wichtigste Kennzahl bleibt trotzdem dieselbe wie bei jeder Suchmaschinenoptimierung: Anfragen und Umsatz. Kommen über die Zeit mehr passende Anfragen, obwohl die Klicks stagnieren, hat sich die Sichtbarkeit verlagert, nicht verschlechtert. Welche Kennzahlen sich dafür eignen, steht im Glossar unter KPI.
Welche Werkzeuge wofür taugen
Ranglisten mit „den besten KI-SEO-Tools“ veralten schneller, als sie geschrieben sind. Hilfreicher ist die Frage, welche Art Werkzeug für welche Aufgabe passt:
| Aufgabe | Passende Werkzeuge | Worauf achten |
|---|---|---|
| Suchbegriffe und Volumen | SEO-Tools mit Keyword-Daten, der Keyword-Planer von Google Ads, die Search Console | Zahlen immer aus Messungen, nie aus dem Chat |
| Gruppieren, gliedern, entwerfen | KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude oder Gemini | Eigene Daten mitgeben, Fakten prüfen |
| Recherche mit Quellen | Perplexity oder KI-Assistenten mit Websuche | Jede Quelle selbst öffnen und lesen |
| Technische Prüfung | Crawler, PageSpeed Insights, die Search Console | KI erklärt Fehler gut, finden müssen sie die Werkzeuge |
| Texte im CMS | Schreibassistenten in WordPress, Shopsystemen oder im Textprogramm | Für Formulierungen gut, für Inhalte nicht gemacht |
| Sichtbarkeit in KI-Antworten | Eigene Prompt-Tests, KI-Auswertungen in SEO-Tools | Antworten schwanken, deshalb über Monate vergleichen |
Die stärkste Kombination ist ein KI-Assistent, der mit echten Daten arbeitet, etwa einem Export, den Du hochlädst. Eine Auswahl der Werkzeuge, mit denen ich arbeite, siehst Du auf der Startseite im Bereich Meine Werkzeuge.
Checkliste zum Abhaken
Zehn Punkte, die vor jeder Seite stimmen sollten, die mit KI-Unterstützung entsteht. Hake ab, was bei Dir schon passt.
Häufige Fragen zu KI SEO
Was ist KI SEO?
Straft Google Texte ab, die mit KI geschrieben wurden?
Brauche ich für KI SEO noch Keywords?
Wie erkenne ich gute und schlechte KI-Texte?
Muss ich KI-Texte auf meiner Website kennzeichnen?
Kann KI die Keyword-Recherche ersetzen?
Was ist Query Fan-Out?
Welches KI-Tool ist das beste für SEO?
Ist KI SEO nur ein anderes Wort für GEO?
Wie finde ich Besucher aus ChatGPT in Google Analytics?
Können KI-Crawler Inhalte lesen, die per JavaScript geladen werden?
Darf ich Kundendaten in ChatGPT oder andere KI-Tools eingeben?
Ersetzt KI einen SEO-Experten?
Quellen
- Google Search Central: Google-Suche und KI-generierte Inhalte
- Google: Hilfreiche, zuverlässige Inhalte erstellen, die für Menschen gedacht sind
- Google: Spam-Richtlinien für die Google Websuche
- Google: KI-Funktionen und Ihre Website
- Google: Übersicht der Crawler, darunter Google-Extended
- OpenAI: Übersicht der Crawler