Mörfelden-Walldorf & Rhein-Main

Keyword-Recherche

Kurz und knapp

Bei der Keyword-Recherche findest Du heraus, wonach Deine Kunden wirklich suchen, wie oft, und was sie in diesem Moment erwarten.

Was bedeutet Keyword-Recherche?

Die Keyword-Recherche steht am Anfang jedes SEO-Projekts. Sie beantwortet drei Fragen: Welche Begriffe geben Deine Kunden ein, wie oft passiert das, und welche Art von Seite erwartet Google dafür.

Quellen gibt es mehrere. Die Google Search Console zeigt, wofür Du schon gefunden wirst. Der Keyword-Planer aus Google Ads liefert Suchvolumen. Die Vorschläge im Suchfeld und der Abschnitt „Ähnliche Fragen“ zeigen, wie Menschen wirklich formulieren. Dazu kommen Werkzeuge wie SISTRIX für Wettbewerbsdaten.

Bewertet wird nicht nur nach Volumen. Wichtiger sind Absicht, Wettbewerb und die Frage, ob Du zu diesem Begriff überhaupt etwas Besseres liefern kannst als die aktuellen Ergebnisse. Ein Blick in die Suchergebnisse zeigt das schneller als jede Kennzahl.

Am Ende steht keine Liste, sondern eine Struktur: welche Seite es geben soll, welcher Begriff darauf führt und wie die Seiten untereinander verlinken. Wie ich das mache, steht unter OnPage SEO.

Beispiel

Für eine Steuerkanzlei sah die erste Liste nach „steuerberater“ aus. Die Search Console zeigte etwas anderes: Gefunden wurde die Kanzlei über „einnahmenüberschussrechnung vorlage“ und „kleinunternehmer umsatzsteuer“. Aus diesen beiden Themen entstanden zwei Ratgeberseiten, die seitdem die meisten Erstkontakte bringen.

Der Ablauf in fünf Schritten

Erstens sammeln: alle Begriffe notieren, die Dein Angebot beschreiben, dazu die Formulierungen Deiner Kunden aus Telefonaten und E-Mails. Diese Rohliste ist wertvoller, als sie aussieht, weil sie echte Sprache enthält.

Zweitens erweitern: Search Console, Keyword-Planer, die Vorschläge im Google-Suchfeld und der Abschnitt „Ähnliche Fragen" liefern Varianten, an die man selbst nicht denkt.

Drittens gruppieren: Alles, was dieselbe Frage meint, kommt zusammen. Aus fünfzig Begriffen werden so acht bis zwölf Themen.

Viertens prüfen: Jedes Thema einmal selbst suchen. Welche Art von Seite zeigt Google, und könntest Du etwas Besseres liefern?

Fünftens zuordnen: Jedes Thema bekommt genau eine Seite, bestehende oder neue. Diese Tabelle ist das eigentliche Ergebnis der Recherche.

Welche Werkzeuge wofür taugen

Die Google Search Console ist kostenlos und zeigt als einzige Quelle echte Suchanfragen, für die Du bereits erscheinst. Für bestehende Websites ist sie immer der Startpunkt.

Der Keyword-Planer aus Google Ads liefert Suchvolumen, allerdings in groben Bereichen, solange keine Kampagne läuft. Für die Größenordnung reicht das.

Kostenpflichtige Werkzeuge wie SISTRIX oder Semrush zeigen zusätzlich, für welche Begriffe Wettbewerber ranken und wie sich Positionen entwickeln. Das ist der Teil, den kostenlose Quellen nicht abdecken.

Die Suchergebnisseite selbst ist das unterschätzteste Werkzeug. Sie beantwortet die wichtigste Frage kostenlos: Was erwartet Google bei diesem Begriff?

Wonach Begriffe bewertet werden

Absicht: Passt der Begriff überhaupt zu dem, was Du verkaufst? Ein Ratgeberbegriff bringt Leser, keine Aufträge, und das ist in Ordnung, solange es bewusst geschieht.

Wettbewerb: Stehen dort Portale, Wikipedia und große Marken, ist der Aufwand meist zu hoch. Stehen dort Anbieter Deiner Größe, ist der Begriff erreichbar.

Geschäftswert: Was ist eine Anfrage über diesen Begriff wert? Zehn Suchanfragen im Monat nach einer Leistung mit vierstelligem Auftragswert schlagen tausend Suchanfragen ohne Kaufabsicht.

Worauf es ankommt

  • Mit der eigenen Search Console starten. Dort stehen echte Suchanfragen, keine Schätzwerte.
  • Die Suchergebnisse lesen. Ranken dort Shops, Ratgeber oder Verzeichnisse, weißt Du, was erwartet wird.
  • Begriffe gruppieren. Alles, was dieselbe Frage meint, gehört auf eine Seite.
  • Aufwand einschätzen. Manche Begriffe sind besetzt von Portalen, dort lohnt sich der Kampf selten.

Häufige Fehler

  • Nur auf Suchvolumen schauen und dabei Begriffe wählen, die nichts mit dem Angebot zu tun haben.
  • Eine Liste mit dreihundert Begriffen anlegen, ohne sie je in eine Seitenstruktur zu übersetzen.
  • Die Recherche einmal machen und nie wieder anfassen.

Häufige Fragen

Welches Werkzeug brauche ich?
Für den Anfang reichen die Google Search Console und der Keyword-Planer, beide kostenlos. Wer Wettbewerber und Rankingverläufe sehen will, braucht ein kostenpflichtiges Werkzeug.
Wie oft sollte ich die Recherche wiederholen?
Einmal im Jahr grundsätzlich, dazu immer dann, wenn eine neue Leistung dazukommt. Die Search Console schaue ich mir monatlich an, weil dort neue Begriffe von selbst auftauchen.
Was mache ich mit Begriffen ohne Suchvolumen?
Nicht sofort verwerfen. Werkzeuge runden kleine Mengen auf null ab. Wenn ein Begriff Deine Leistung exakt beschreibt, kann er trotzdem genau die Anfragen bringen, die Du brauchst.

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