Was bedeutet UX?
UX steht für User Experience, auf Deutsch Nutzererlebnis. Gemeint ist alles, was ein Besucher erlebt: wie schnell er findet, was er sucht, wie verständlich die Sprache ist, wie leicht ein Formular auszufüllen ist und wie sicher er sich dabei fühlt.
UX ist nicht dasselbe wie Design. Design betrifft das Aussehen, UX den Ablauf. Eine sehr schöne Seite kann schlechte UX haben, wenn die Telefonnummer versteckt ist oder das Kontaktformular zwölf Pflichtfelder hat.
Bewertet wird UX am Verhalten: Wie weit scrollen Besucher, wo brechen sie ab, wie viele füllen ein Formular aus. Werkzeuge liefern Zahlen, die Ursachen findet man meist, indem man jemandem beim Benutzen zusieht.
Für Suchmaschinen ist UX indirekt relevant. Eine Seite, die Besucher schnell wieder verlassen, weil sie nicht weiterhilft, verliert auf Dauer Positionen. Mehr zur Umsetzung unter Landingpage-Optimierung.
Ein Kontaktformular hatte elf Felder, darunter Firma, Branche und Wunschtermin. Nach der Kürzung auf Name, E-Mail und Nachricht verdreifachten sich die Anfragen. Die fehlenden Angaben klärte ein Rückruf in zwei Minuten.
UX, Usability und UI abgegrenzt
Usability ist die Gebrauchstauglichkeit: Lässt sich eine Aufgabe erledigen, wie schnell, und wie viele Fehler passieren dabei? Sie ist messbar und normiert, unter anderem in der DIN EN ISO 9241.
UI ist die Benutzeroberfläche: Farben, Schriften, Abstände, Schaltflächen, Symbole. Sie ist das Sichtbare und wird deshalb am häufigsten mit dem Ganzen verwechselt.
UX umfasst beides und geht darüber hinaus: die Erwartung vor dem Besuch, die Ladezeit, die Verständlichkeit der Sprache, das Gefühl während der Nutzung und das, was danach passiert, etwa ob die Rückmeldung wirklich kommt.
Praktisch heißt das: Eine Seite kann schön sein und trotzdem schlechte UX haben. Und eine schlichte Seite mit klarem Weg zur Anfrage kann hervorragende UX haben.
Wie sich UX prüfen lässt
Aufgabentest mit fünf Personen: Man gibt eine konkrete Aufgabe, etwa einen Termin anzufragen, und sieht schweigend zu. Fünf Personen decken erfahrungsgemäß den größten Teil der gravierenden Probleme auf. Das kostet nichts außer Zeit und ist wirksamer als jede Diskussion im Team.
Zahlen aus der Auswertung: Wo brechen Besucher ab, wie weit scrollen sie, welche Formularfelder werden ausgelassen, wie viele beginnen ein Formular und schicken es nicht ab.
Heuristische Prüfung: ein Durchgang anhand fester Fragen. Ist immer erkennbar, wo man sich befindet? Gibt es einen Weg zurück? Sind Fehlermeldungen verständlich? Ist die wichtigste Handlung erkennbar?
Die drei ergänzen sich: Zahlen zeigen, wo es klemmt, Beobachtung zeigt, warum.
Worauf es ankommt
- Ein Ziel je Seite. Wer alles anbietet, macht die Entscheidung schwer.
- Kontaktweg immer sichtbar. Telefonnummer im Kopf, Formular am Ende jedes Abschnitts.
- Verständlich schreiben. Fachbegriffe erklären oder weglassen.
- Formulare kurz halten. Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Anfragen.
Häufige Fehler
- Wichtige Inhalte hinter Aufklappelementen verstecken, um die Seite aufgeräumt wirken zu lassen.
- Bewegte Elemente einsetzen, die vom eigentlichen Ziel ablenken.
- Die eigene Seite nur mit den Augen des Anbieters betrachten statt mit denen eines Erstbesuchers.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen UX und UI?
Wie messe ich UX?
Lohnt sich UX für kleine Websites?
Verwandte Begriffe
Responsive Design
Responsive Design heißt, dass sich eine Website an jede Bildschirmgröße anpasst, vom kleinen Handy bis zum breiten Monitor.
Web & DesignConversion-Optimierung
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AnalyseCall-to-Action
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Web & Design