Was bedeutet Conversion-Optimierung?
Eine Conversion ist jede Handlung, die für Dein Geschäft zählt: eine Anfrage, ein Kauf, ein Anruf, eine Terminbuchung oder eine Newsletter-Anmeldung. Der Anteil der Besucher, die das tun, ist die Conversion Rate. Conversion-Optimierung umfasst alle Maßnahmen, die diesen Anteil erhöhen.
Der Gedanke dahinter ist einfach. Mehr Anfragen lassen sich auf zwei Wegen erreichen: mit mehr Besuchern oder mit einem höheren Anteil an Besuchern, die anfragen. Mehr Besucher kosten Werbebudget oder viel Zeit für SEO. Eine bessere Rate wirkt dagegen auf alle Besucher, egal ob sie über Google Ads, die organische Suche oder eine Empfehlung kommen.
Abzugrenzen ist Conversion-Optimierung von SEO: SEO sorgt dafür, dass Menschen die Website finden. Conversion-Optimierung sorgt dafür, dass sie dort tun, weswegen die Seite existiert. Beides greift ineinander, denn eine Seite, die die Frage der Suchenden gut beantwortet, rankt meist besser und überzeugt auch mehr.
Wie funktioniert Conversion-Optimierung?
Gute Conversion-Optimierung folgt einem wiederkehrenden Ablauf statt einzelner Bauchentscheidungen:
- Messen: Erst wenn Anfragen, Anrufe und Käufe sauber erfasst werden, lässt sich überhaupt sagen, was funktioniert. Mehr dazu unter Conversion Tracking.
- Analysieren: Wo steigen Besucher aus, welche Seiten konvertieren schlecht, welche Fragen bleiben offen?
- Hypothese bilden: „Wenn wir das Formular auf drei Felder kürzen, fragen mehr Besucher an, weil die Hürde sinkt.“
- Priorisieren: Zuerst das umsetzen, was bei geringem Aufwand die größte Wirkung verspricht.
- Umsetzen und prüfen: Die Änderung testen oder zumindest vorher und nachher vergleichen, dann mit dem nächsten Punkt weitermachen.
Typische Maßnahmen der Conversion-Optimierung
- Klares Nutzenversprechen: Besucher verstehen in Sekunden, was sie bekommen und warum gerade hier.
- Passende Erwartung: Die Seite hält, was Anzeige oder Suchergebnis versprochen haben.
- Vertrauen: Bewertungen, Referenzen, echte Fotos und klare Angaben zu Ablauf und Kosten.
- Eindeutige Handlungsaufforderung: ein sichtbarer nächster Schritt statt fünf konkurrierender Buttons.
- Einfache Formulare: nur die Felder, die für den ersten Kontakt wirklich nötig sind.
- Schnelle, mobile Seiten: Ladezeit und Bedienbarkeit auf dem Smartphone, siehe PageSpeed.
- Einwände beantworten: Häufige Fragen direkt auf der Seite klären, bevor sie zum Grund für den Absprung werden.
A/B-Tests: wann sie sinnvoll sind
Bei einem A/B-Test sehen die Besucher zufällig eine von zwei Varianten, und am Ende gewinnt die Variante mit mehr Conversions. Das ist die sauberste Methode, braucht aber genug Besucher und Conversions, damit das Ergebnis nicht Zufall ist. Websites mit wenigen Anfragen im Monat kommen oft schneller voran, wenn sie offensichtliche Hürden beseitigen, Besucherverhalten beobachten und Kunden direkt fragen, was sie vor der Anfrage wissen wollten.
Ein Handwerksbetrieb bekommt über Google Ads 600 Besucher im Monat und 9 Anfragen. Auf dem Smartphone liegt die Telefonnummer unten auf der Seite, das Formular fragt nach acht Angaben. Nach der Überarbeitung steht ein Anruf-Button oben, das Formular hat drei Felder. Bei gleichem Budget kommen 15 Anfragen, die Conversion Rate steigt von 1,5 auf 2,5 Prozent.
Wie ich Landingpages konkret analysiere und überarbeite, damit aus Besuchern Anfragen werden, steht auf der Seite zur Landingpage Optimierung. Warum die Landingpage auch über Klickpreise in Google Ads mitentscheidet, erklärt die Seite zum Google Ads Freelancer.
Wo die größten Hebel liegen
Ladezeit: Jede Sekunde kostet Abschlüsse, und zwar messbar. Bevor am Text gefeilt wird, lohnt der Blick auf PageSpeed.
Formularlänge: Jedes zusätzliche Pflichtfeld senkt die Zahl der Abschlüsse. Drei Felder schlagen zehn, die fehlenden Angaben klärt ein Rückruf.
Preisangaben: Seiten ohne jede Zahl verlieren diejenigen, die vergleichen wollen. Ein Rahmen genügt, er muss nicht auf den Euro genau sein.
Belege: Bewertungen, Referenzen und echte Bilder wirken stärker als jede Selbstbeschreibung.
Erreichbarkeit: Telefonnummer sichtbar, Antwortzeit benannt, Ansprechpartner mit Gesicht.
Ein Vorgehen, das auch bei wenig Verkehr funktioniert
Bei kleinen Websites reichen die Besucherzahlen selten für statistisch saubere Tests. Das ist kein Grund, nichts zu tun, sondern ein Grund, anders vorzugehen.
Schritt eins: messen, wo Besucher abbrechen, notfalls über Scrolltiefe und begonnene, aber nicht abgeschickte Formulare. Schritt zwei: fünf Menschen beim Benutzen zusehen. Das findet mehr als jede Auswertung. Schritt drei: die offensichtlichen Dinge in der Reihenfolge ihrer Wirkung abarbeiten.
Gemessen wird danach über längere Zeiträume, etwa Quartal gegen Quartal statt Woche gegen Woche. Das ist unschärfer, aber ehrlicher als ein Test, der nie genug Daten bekommt.
Häufige Fragen
Ab wie vielen Besuchern lohnt sich Conversion-Optimierung?
Was bringt mehr, mehr Besucher oder eine bessere Conversion Rate?
Wie lange dauert es, bis Änderungen wirken?
Verwandte Begriffe
Conversion Rate
Die Conversion Rate ist der Anteil der Besucher, die eine gewünschte Handlung ausführen. Bei 1.000 Besuchern und 20 Anfragen liegt sie bei zwei Prozent.
AnalyseConversion Tracking
Die Messung, welche Besucher, Anzeigen und Seiten zu Anfragen, Anrufen oder Käufen führen. Ohne sie bleibt jede Optimierung Rätselraten.
AnalysePageSpeed
PageSpeed bezeichnet die Ladegeschwindigkeit einer Website. Jede zusätzliche Sekunde kostet Besucher, deshalb ist Tempo kein Technikdetail, sondern ein Umsatzthema.
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