Was bedeutet Conversion Rate?
Was als Conversion zählt, legst Du vorher fest. Das kann eine Anfrage über das Formular sein, ein Anruf, ein Kauf oder eine Newsletter-Anmeldung. Die Conversion Rate ist dann die Zahl dieser Handlungen geteilt durch die Zahl der Besucher.
Die Kennzahl ist nur so gut wie ihre Bezugsgröße. Eine Rate über alle Seiten hinweg sagt wenig aus, weil eine Startseite andere Aufgaben hat als eine Landingpage. Aussagekräftig wird sie, wenn Du sie pro Seite, Kanal oder Kampagne betrachtest.
Höhere Raten entstehen selten durch einen einzelnen Kniff, sondern durch viele kleine Verbesserungen: klarere Formulierungen, weniger Pflichtfelder, sichtbare Kontaktmöglichkeiten und eine Seite, die schnell lädt.
Eine Landingpage hat im Monat 1.000 Besucher und erhält 20 Anfragen. Die Conversion Rate beträgt zwei Prozent. Werden aus dem Formular zwei Pflichtfelder gestrichen und steigen die Anfragen auf 28, liegt sie bei 2,8 Prozent.
Conversion Rate berechnen
Die Formel ist einfach: Conversion Rate = Conversions ÷ Besucher × 100. Wichtig ist, dass Zähler und Nenner zusammenpassen. Wer Anfragen durch Seitenaufrufe teilt statt durch Besucher, rechnet sich die Rate klein, weil ein Besucher mehrere Seiten aufruft. Entscheide Dich für eine Bezugsgröße, etwa Nutzer oder Sitzungen, und bleib dabei, sonst sind Monate nicht vergleichbar.
| Seite | Besucher und Conversions | Conversion Rate |
|---|---|---|
| Landingpage Google Ads | 1.000 Besucher, 20 Anfragen | 2,0 % |
| Onlineshop | 8.000 Besucher, 120 Bestellungen | 1,5 % |
| Newsletter-Seite | 500 Besucher, 60 Anmeldungen | 12,0 % |
Die Tabelle zeigt auch, warum sich Raten nicht blind vergleichen lassen: Eine kostenlose Newsletter-Anmeldung ist eine viel kleinere Hürde als eine Bestellung.
Was ist eine gute Conversion Rate?
Eine allgemeingültige gute Conversion Rate gibt es nicht. Häufig genannte Durchschnittswerte liegen im niedrigen einstelligen Prozentbereich, sagen für ein einzelnes Unternehmen aber wenig aus. Die Rate hängt davon ab, was gezählt wird, woher die Besucher kommen, wie teuer und erklärungsbedürftig das Angebot ist und in welcher Phase sich die Besucher befinden. Wer gezielt nach einem Notdienst sucht, fragt eher an als jemand, der sich erst informiert.
Sinnvoller als der Vergleich mit Branchenwerten ist der Vergleich mit Dir selbst: Wie hat sich die Rate derselben Seite und desselben Kanals über die Zeit entwickelt, und welche Seite konvertiert besser als die andere?
Micro- und Macro-Conversions
Macro-Conversions sind die eigentlichen Ziele wie Kauf oder Anfrage. Micro-Conversions sind kleinere Schritte davor, etwa ein Klick auf die Telefonnummer, ein Download oder das Öffnen des Formulars. Sie helfen zu verstehen, an welcher Stelle Besucher aussteigen, und liefern bei wenig Traffic schneller aussagekräftige Daten.
Conversion Rate verbessern
Voraussetzung ist eine saubere Messung, siehe Conversion Tracking. Wie man eine Rate systematisch steigert, erklärt der Eintrag Conversion-Optimierung. Wenn es um eine konkrete Seite geht, die Anfragen bringen soll, findest Du alles zur Umsetzung bei der Landingpage Optimierung.
Verwandte Begriffe
Conversion-Optimierung
Die systematische Arbeit daran, dass mehr Besucher einer Website eine gewünschte Handlung ausführen, ohne dass dafür mehr Besucher nötig sind.
AnalyseConversion Tracking
Die Messung, welche Besucher, Anzeigen und Seiten zu Anfragen, Anrufen oder Käufen führen. Ohne sie bleibt jede Optimierung Rätselraten.
AnalyseROAS
ROAS steht für Return on Ad Spend und sagt, wie viel Umsatz jeder in Werbung investierte Euro zurückbringt. Ein ROAS von 4 bedeutet vier Euro Umsatz je Euro Werbebudget.
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