Mörfelden-Walldorf & Rhein-Main

Sitemap

Kurz und knapp

Eine Sitemap ist ein Verzeichnis aller Seiten einer Website. Sie hilft Suchmaschinen dabei, nichts zu übersehen.

Was bedeutet Sitemap?

Eine XML-Sitemap ist eine Datei, die alle Adressen einer Website auflistet, meist unter sitemap.xml. Sie richtet sich an Suchmaschinen und enthält neben der Adresse oft das Datum der letzten Änderung.

Davon zu unterscheiden ist die HTML-Sitemap, eine für Besucher lesbare Übersichtsseite. Sie ist heute selten nötig, kann bei sehr großen Websites aber die Orientierung verbessern.

Eingereicht wird die XML-Sitemap in der Google Search Console. Zusätzlich sollte sie in der robots.txt verlinkt sein. Beides kostet zwei Minuten und sorgt dafür, dass neue Seiten schneller gefunden werden.

Eine Sitemap garantiert keine Indexierung. Sie ist ein Hinweis, keine Anweisung. Seiten, die inhaltlich schwach oder doppelt sind, nimmt Google auch dann nicht auf, wenn sie in der Datei stehen.

Beispiel

Bei einer Website mit 80 Unterseiten waren 30 davon nur über einen Filter erreichbar. Nach dem Eintragen in die Sitemap und einer zusätzlichen internen Verlinkung stieg die Zahl der indexierten Seiten innerhalb von vier Wochen deutlich.

Wie eine XML-Sitemap aufgebaut ist

Die Datei enthält je Seite einen Eintrag mit der vollständigen Adresse. Optional kommen Angaben zum Datum der letzten Änderung, zur Änderungshäufigkeit und zur Priorität dazu. Google wertet vor allem die Adresse und das Änderungsdatum aus, Priorität und Häufigkeit werden weitgehend ignoriert.

Das Änderungsdatum sollte ehrlich sein. Ein System, das bei jedem Aufruf das heutige Datum ausgibt, entwertet die Angabe und wird entsprechend behandelt.

Ab 50.000 Adressen oder 50 MB unkomprimierter Größe braucht es mehrere Dateien und einen Sitemap-Index, also eine Sitemap, die auf weitere Sitemaps verweist. Sinnvoll ist eine Aufteilung nach Seitentyp, weil sich dann in der Search Console ablesen lässt, welcher Bereich Probleme macht.

Sonderformen und Einreichen

Neben der normalen Sitemap gibt es Varianten für Bilder, Videos und Nachrichten. Für die meisten Unternehmenswebsites sind sie überflüssig. Relevant werden sie bei Bildergalerien, Videoportalen oder aktuellen Meldungen.

Eingereicht wird in der Google Search Console unter Sitemaps: vollständige Adresse eintragen, senden, fertig. Danach zeigt die Konsole, wie viele Adressen gelesen und wie viele aufgenommen wurden.

Zusätzlich gehört die Zeile Sitemap: https://deinedomain.de/sitemap.xml in die robots.txt. Damit finden auch Bing und andere Suchmaschinen die Datei, ohne dass Du dort ein Konto brauchst.

Worauf es ankommt

  • Nur indexierbare Adressen aufnehmen. Seiten mit noindex oder Weiterleitung gehören nicht hinein.
  • Automatisch erzeugen lassen. Eine Sitemap, die bei jeder Änderung von Hand gepflegt wird, ist nach drei Monaten falsch.
  • In der robots.txt verlinken. Auch Suchmaschinen ohne eigenes Konto finden sie dann.
  • Bei vielen Seiten aufteilen. Ab 50.000 Adressen oder 50 MB braucht es mehrere Dateien und einen Index.

Häufige Fehler

  • Alte, längst gelöschte Adressen in der Datei stehen lassen.
  • Die Sitemap zwar erzeugen, aber nie in der Search Console einreichen.
  • Glauben, dass mehr Einträge zu besseren Rankings führen.

Häufige Fragen

Brauche ich bei zehn Unterseiten überhaupt eine Sitemap?
Zwingend nicht, wenn alle Seiten intern verlinkt sind. Sie schadet aber nicht und liefert in der Search Console eine praktische Übersicht, welche Adressen aufgenommen wurden.
Wo finde ich meine Sitemap?
In den meisten Fällen unter deinedomain.de/sitemap.xml oder sitemap_index.xml. Wer WordPress mit einem SEO-Plugin nutzt, bekommt sie automatisch erzeugt.
Was bedeutet der Status „Gelesen, aber nicht indexiert“?
Google kennt die Seite, hält sie aber nicht für aufnahmewürdig. Das liegt meist an dünnem Inhalt, doppelten Texten oder fehlender interner Verlinkung.

Verwandte Begriffe

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