Was bedeutet SERP?
SERP steht für Search Engine Results Page, also die Seite mit den Suchergebnissen. Früher waren das zehn Treffer untereinander. Heute teilen sich Anzeigen, Karten, Bilder, Videos, Fragenblöcke und KI-Antworten den Platz mit den klassischen Ergebnissen.
Welche Bausteine erscheinen, hängt von der Suchanfrage ab. Bei lokalen Suchen steht oft das Local Pack mit Karte ganz oben. Bei Produktsuchen dominieren Anzeigen und Shopping. Bei Wissensfragen erscheinen Fragenblöcke und zunehmend eine KI-Antwort.
Für Dich heißt das: Position eins ist nicht mehr automatisch der erste sichtbare Treffer. Manchmal beginnen die unbezahlten Ergebnisse erst nach mehreren Bildschirmhöhen. Ein Blick auf die tatsächliche Suchergebnisseite sagt deshalb mehr als jede Positionsangabe.
Wie man in KI-Antworten auftaucht, ist ein eigenes Thema. Dazu gibt es den Begriff GEO und den Beitrag Was ist GEO.
Für „notdienst elektriker frankfurt“ stehen über den ersten unbezahlten Treffern eine Anzeigengruppe und eine Karte mit drei Betrieben. Wer dort nicht im Kartenbereich auftaucht, ist praktisch unsichtbar, auch mit Platz zwei in der Liste darunter.
Die Bausteine einer Suchergebnisseite
Anzeigen stehen oben und unten, gekennzeichnet als Gesponsert. Bei kommerziellen Suchanfragen belegen sie oft den gesamten ersten Bildschirm.
KI-Übersicht: eine zusammengefasste Antwort mit Quellenangaben. Sie erscheint vor allem bei Wissensfragen und schiebt die übrigen Ergebnisse nach unten.
Local Pack: Karte mit drei Betrieben bei örtlichen Suchanfragen, siehe Local Pack.
Featured Snippet: eine hervorgehobene Antwort direkt aus einer Seite, oft als Absatz, Liste oder Tabelle.
Ähnliche Fragen: ein aufklappbarer Block mit verwandten Fragen. Er ist eine der besten kostenlosen Quellen dafür, was Menschen wirklich wissen wollen.
Dazu kommen je nach Suchanfrage Bilder, Videos, Shopping-Anzeigen, Nachrichten und der Wissenskasten am Rand.
Handy und Rechner unterscheiden sich
Auf dem Handy steht alles untereinander, und der sichtbare Bereich ist klein. Zwei Anzeigen und eine Karte füllen ihn bereits vollständig. Das erste unbezahlte Ergebnis erscheint dann erst nach mehrmaligem Wischen.
Weil Google mobil zuerst bewertet und die Mehrheit der Suchen mobil stattfindet, ist die mobile Ansicht der Maßstab. Wer seine Sichtbarkeit einschätzen will, sollte sie dort prüfen, nicht am großen Monitor.
Praktische Folge: Position drei kann mobil unsichtbar sein. Deshalb lohnt es sich, parallel auf die Bausteine zu zielen, etwa auf das Local Pack über das Unternehmensprofil oder auf Fragenblöcke über klar beantwortete Zwischenüberschriften.
Worauf es ankommt
- Suchergebnisse ansehen, bevor Du schreibst. Sie zeigen, welche Art von Seite Google für passend hält.
- Auf die Bausteine zielen. Für Fragenblöcke helfen klare Zwischenüberschriften mit direkter Antwort im ersten Satz.
- Karte und Liste getrennt betrachten. Für den Kartenbereich zählt das Unternehmensprofil, nicht die Website allein.
- Mobil prüfen. Auf dem Handy verschiebt sich der sichtbare Bereich noch stärker als am Rechner.
Häufige Fehler
- Nur auf die Position achten und übersehen, dass darüber Anzeigen und Karte den Bildschirm füllen.
- Inhalte für eine Suchanfrage schreiben, bei der Google ausschließlich Shops oder Portale zeigt.
- Den Suchtreffer dem Zufall überlassen, obwohl Titel und Beschreibung steuerbar sind.
Häufige Fragen
Wie viele Ergebnisse zeigt Google pro Seite?
Was ist ein Featured Snippet?
Verdrängen KI-Antworten die normalen Ergebnisse?
Verwandte Begriffe
Snippet
Das Snippet ist der Eintrag, den Google in den Suchergebnissen zeigt: Titel, Adresse und Beschreibungstext. Es entscheidet über den Klick.
SEORanking
Das Ranking ist die Position, auf der eine Seite zu einer Suchanfrage erscheint. Es ist kein fester Wert, sondern hängt von Person, Ort und Gerät ab.
SEOLocal Pack
Das Local Pack ist der Kartenblock mit drei Unternehmen, der bei örtlichen Suchanfragen über den normalen Ergebnissen steht.
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