Was bedeutet Local SEO?
Local SEO, auf Deutsch lokale Suchmaschinenoptimierung, umfasst alle Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen bei örtlichen Suchanfragen erscheint. Betroffen sind zwei Bereiche gleichzeitig: das Local Pack mit der Karte und die klassischen Ergebnisse darunter.
Der Unterschied zum allgemeinen SEO liegt in den Signalen. Neben der Website zählen hier das Unternehmensprofil, Bewertungen, Verzeichniseinträge und einheitliche NAP-Daten.
Für Betriebe mit Kundenverkehr oder festem Einzugsgebiet ist Local SEO meist der schnellste Hebel überhaupt. Ein gepflegtes Profil wirkt oft innerhalb weniger Wochen, während inhaltliche Arbeit an der Website länger braucht.
Auf der Website selbst zählen Ortsbezug in Texten, eigene Seiten für die wichtigsten Orte und vollständige Kontaktangaben. Ausführlich steht das im Beitrag Local SEO.
Eine Praxis stand bei Suchen aus dem eigenen Stadtteil gut da, im Nachbarort nicht. Nach dem Ausbau des Profils, neuen Bewertungen und einer eigenen Seite für den Nachbarort kamen von dort erstmals regelmäßig Anfragen.
Die drei Faktoren, die Google selbst nennt
Relevanz: Wie gut passt Dein Profil zur Suchanfrage? Beeinflussbar über Kategorien, Leistungen, Beschreibung und die Inhalte Deiner Website.
Entfernung: Wie weit ist Dein Standort vom Suchenden oder vom gesuchten Ort entfernt? Nicht beeinflussbar, außer durch die Wahl des Standorts selbst.
Bekanntheit: Wie bekannt ist Dein Unternehmen insgesamt? Dazu zählen Bewertungen, Erwähnungen, Verzeichniseinträge, Verweise und die Zahl der Suchen nach Deinem Namen.
Weil die Entfernung feststeht, entscheidet sich der Wettbewerb zwischen Relevanz und Bekanntheit. Genau dort liegt die Arbeit.
Die Bausteine im Überblick
Unternehmensprofil: vollständig ausgefüllt, bestätigt, mit echten Fotos und gepflegten Zeiten, siehe Google Unternehmensprofil.
Bewertungen: regelmäßig neue, beantwortet, nach Googles Regeln eingesammelt.
Einheitliche Angaben: überall dieselben NAP-Daten, auf der Website, im Profil und in Verzeichnissen.
Website mit Ortsbezug: Einzugsgebiet benennen, Referenzen aus der Region zeigen, bei mehreren Standorten je Standort eine eigene Seite mit eigenem Inhalt.
Lokale Verweise: Innung, Kammer, Verein, Presse, Partnerbetriebe.
Erfolg messen
Im Unternehmensprofil selbst stehen Anrufe, Routenanfragen, Website-Klicks und die Suchanfragen, über die Menschen auf das Profil gestoßen sind. Diese Zahlen sind konkreter als jede Positionsangabe.
Ergänzend lohnt eine Messung der Sichtbarkeit im Umkreis. Werkzeuge stellen dafür ein Raster über die Stadt und prüfen die Position an jedem Punkt. So wird sichtbar, wie weit die eigene Reichweite tatsächlich trägt.
In der Google Search Console lässt sich zusätzlich filtern, welche Seiten über örtliche Suchanfragen gefunden werden. Das zeigt, ob die Ortsseiten der Website greifen oder ob alles über das Profil läuft.
Worauf es ankommt
- Profil zuerst. Es wirkt schneller als jede Änderung an der Website.
- Bewertungen laufend sammeln. Ein fester Ablauf nach dem Auftrag schlägt jede Einzelaktion.
- Ortsseiten nur mit eigenem Inhalt. Zwanzig gleiche Seiten mit getauschtem Ortsnamen schaden mehr, als sie nutzen.
- Kontaktdaten überall gleich. Website, Profil, Verzeichnisse, Signatur und Rechnungen.
Häufige Fehler
- Den Ortsnamen in jeden zweiten Satz schreiben, statt echten Ortsbezug zu liefern.
- Bewertungen kaufen oder nur zufriedene Kunden gezielt darum bitten.
- Eine Adresse angeben, an der kein Kundenkontakt stattfindet.
Häufige Fragen
Lohnt sich Local SEO auch ohne Ladenlokal?
Wie schnell wirkt Local SEO?
Brauche ich für jeden Ort eine eigene Seite?
Verwandte Begriffe
Local Pack
Das Local Pack ist der Kartenblock mit drei Unternehmen, der bei örtlichen Suchanfragen über den normalen Ergebnissen steht.
SEOGoogle Unternehmensprofil
Das Google Unternehmensprofil ist Dein kostenloser Eintrag in Suche und Maps. Für lokale Betriebe ist es oft wichtiger als die eigene Website.
SEONAP-Daten
NAP steht für Name, Adresse und Telefonnummer. Diese drei Angaben müssen überall im Netz exakt gleich geschrieben sein.
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