Mörfelden-Walldorf & Rhein-Main

CTR (Klickrate)

Kurz und knapp

Die CTR ist die Klickrate: der Anteil der Menschen, die Deinen Treffer oder Deine Anzeige gesehen und dann angeklickt haben.

Was bedeutet CTR?

CTR steht für Click-Through-Rate, auf Deutsch Klickrate. Sie ergibt sich aus Klicks geteilt durch Impressionen. Wird ein Treffer hundertmal angezeigt und dreimal angeklickt, liegt die CTR bei drei Prozent.

In der Suche hängt sie stark von der Position ab. Der erste Platz bekommt einen Großteil der Klicks, ab Position fünf wird es deutlich dünner. Deshalb ist die Klickrate nur im Vergleich mit ähnlichen Positionen aussagekräftig.

Beeinflussen lässt sie sich über den Suchtreffer: Titel, Beschreibung und Zusatzangaben wie Bewertungen. Bei Anzeigen zählt die Klickrate zusätzlich in den Qualitätsfaktor hinein und beeinflusst damit den Preis.

Eine hohe CTR ist kein Selbstzweck. Wer mit einer reißerischen Überschrift Klicks einsammelt und die Erwartung nicht erfüllt, bezahlt das mit Absprüngen.

Beispiel

Eine Seite stand auf Position 4 mit einer Klickrate von 1,9 Prozent. Nach einem neuen Titel, der die Suchfrage wörtlich aufgriff, lag sie bei 5,2 Prozent. Die Position blieb gleich, die Besucherzahl stieg deutlich.

Klickrate, CTR und effektive Klickrate

Klickrate ist die deutsche Bezeichnung für dasselbe, was CTR abkürzt. Beide Begriffe meinen Klicks geteilt durch Einblendungen. In deutschen Auswertungen und Werkzeugen taucht häufiger „Klickrate" auf, in Werbekonten eher „CTR".

Im E-Mail-Marketing wird zusätzlich unterschieden: Die Klickrate bezieht sich dort auf alle zugestellten Mails, die effektive Klickrate nur auf die geöffneten. Die zweite Zahl sagt mehr über die Qualität des Inhalts, die erste mehr über die gesamte Kampagne.

Gerechnet wird immer gleich: Klicks geteilt durch Einblendungen, mal hundert. Drei Klicks auf hundert Einblendungen ergeben drei Prozent.

Welche Werte üblich sind

In der unbezahlten Suche hängt alles an der Position. Auf Platz eins sind je nach Art der Suchanfrage zweistellige Werte möglich, ab Platz fünf liegt man meist unter zwei Prozent, ab Seite zwei im Promillebereich.

Bei Suchanzeigen gelten drei bis zehn Prozent als solide, bei Markenbegriffen deutlich mehr, in stark umkämpften Bereichen weniger.

Bei Displayanzeigen liegen die Werte um ein Vielfaches niedriger, oft unter einem halben Prozent. Ein Vergleich zwischen Suche und Display ist deshalb sinnlos.

Der einzig brauchbare Maßstab bleibt der eigene Verlauf: dieselbe Seite, dieselbe Suchanfrage, dieselbe Position, vorher und nachher.

Worauf es ankommt

  • Immer im Verhältnis zur Position lesen. Zwei Prozent auf Platz 8 sind besser als fünf auf Platz 1.
  • In der Search Console vergleichen. Dort stehen Klicks, Impressionen, CTR und Position nebeneinander.
  • Zusatzangaben nutzen. Sterne, Preise und Sitelinks vergrößern den Treffer sichtbar.
  • Am Handy prüfen. Dort sind Titel und Beschreibung kürzer sichtbar.

Häufige Fehler

  • Die CTR über alle Suchbegriffe mitteln und daraus Schlüsse ziehen.
  • Übertreiben, um Klicks zu erzwingen, und damit die Absprungrate erhöhen.
  • Nur die Startseite betrachten, obwohl Unterseiten die meisten Impressionen sammeln.

Häufige Fragen

Was ist eine gute CTR?
In der unbezahlten Suche sind auf den vorderen Plätzen zweistellige Werte möglich, weiter hinten meist unter zwei Prozent. Bei Suchanzeigen gelten je nach Branche drei bis zehn Prozent als solide.
Ist die CTR ein Rankingfaktor?
Google bestreitet einen direkten Einfluss. Unstrittig ist der indirekte: Mehr Klicks bedeuten mehr Besucher, und ein Treffer, der die Erwartung erfüllt, wird seltener sofort wieder verlassen.
Warum sinkt meine CTR, obwohl die Impressionen steigen?
Meist weil die Seite für zusätzliche, weniger passende Suchanfragen erscheint. Das ist nicht automatisch schlecht, sollte aber geprüft werden.

Verwandte Begriffe

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