Was bedeutet PageSpeed?
PageSpeed beschreibt, wie schnell eine Website lädt und bedienbar wird. Gemeint ist nicht nur der Moment, in dem etwas erscheint, sondern auch, wann der Hauptinhalt sichtbar ist und wann die Seite auf Eingaben reagiert.
Gemessen wird das über die Core Web Vitals. Werkzeuge wie PageSpeed Insights zeigen zwei Arten von Daten: Laborwerte aus einem simulierten Test und Felddaten echter Besucher aus Chrome. Für die Bewertung zählen die Felddaten.
Die häufigsten Bremsen sind immer dieselben: zu große Bilder, zu viele Skripte, nachgeladene Schriften und Erweiterungen, die niemand mehr braucht. Bei den meisten Websites steckt der größte Gewinn in den Bildern.
Tempo wirkt doppelt. Besucher springen seltener ab, und Google berücksichtigt die Werte als eines von vielen Signalen. Eine ausführliche Anleitung steht im Beitrag PageSpeed optimieren.
Eine Startseite lud 6,4 Sekunden. Ursache waren neun Fotos in Originalgröße, zusammen 14 MB. Nach der Umwandlung in WebP und dem Verkleinern auf Anzeigegröße blieben 1,1 MB übrig, die Ladezeit sank auf 1,9 Sekunden. Am Design änderte sich nichts.
Die häufigsten Bremsen
Bilder: bei den meisten Websites der größte Posten. Fotos werden in Originalgröße hochgeladen und dann vom Browser verkleinert angezeigt. Ein 4000 Pixel breites Foto in einem 800 Pixel breiten Kasten lädt fünfundzwanzigmal so viele Daten wie nötig.
Skripte: Erweiterungen, Werbepixel, Chatfenster, Schriften von fremden Servern, Kartendienste. Jedes einzelne wirkt harmlos, in Summe entstehen Sekunden.
Server und Zwischenspeicher: Ein günstiges Hosting-Paket mit überlastetem Server verzögert schon die erste Antwort. Ein Zwischenspeicher, der fertige Seiten ausliefert, statt sie bei jedem Aufruf neu zu bauen, löst das oft mit einer Einstellung.
Schriften: nachgeladene Schriften lassen Text erst spät erscheinen oder die Größe springen. Lokal eingebunden und mit passendem Ersatz versehen, entfällt das Problem und der Datenschutz ist gleich mitgelöst.
In welcher Reihenfolge vorgehen
Erstens messen, und zwar die Seiten, über die Besucher tatsächlich einsteigen, nicht nur die Startseite. Die Search Console zeigt, welche das sind.
Zweitens Bilder, weil dort fast immer der größte Gewinn mit dem geringsten Risiko liegt: auf Anzeigegröße bringen, in WebP umwandeln, unterhalb des sichtbaren Bereichs verzögert laden, beim Hauptbild darauf verzichten.
Drittens ausmisten: Welche Erweiterung wird wirklich gebraucht? Eine deaktivierte Erweiterung ist schneller als jede Optimierung.
Viertens Feinarbeit: Zwischenspeicher, Komprimierung, kritisches CSS, Vorladen des Hauptbilds. Diese Schritte bringen weniger und brauchen mehr Sorgfalt, deshalb kommen sie zuletzt.
Worauf es ankommt
- Bilder zuerst. Auf Anzeigegröße bringen, in WebP umwandeln, unterhalb des sichtbaren Bereichs verzögert laden.
- Skripte ausmisten. Jede Erweiterung, jedes Werbepixel und jede Schriftfamilie kostet Zeit.
- Schriften lokal einbinden. Das spart einen externen Aufruf und ist zugleich datenschutzfreundlich.
- Mobil messen. Dort kommen die meisten Besucher, und dort sind die Werte am schlechtesten.
Häufige Fehler
- Nur die Punktzahl verbessern wollen und dabei die tatsächlichen Messwerte aus den Felddaten ignorieren.
- Ein Caching-Plugin installieren und die 14 MB Bilder unangetastet lassen.
- Die Startseite optimieren, obwohl Besucher über Unterseiten einsteigen.
Häufige Fragen
Welche Ladezeit ist gut?
Ist PageSpeed ein Rankingfaktor?
Warum ist meine Punktzahl jedes Mal anders?
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Die Core Web Vitals sind drei Messwerte von Google für Ladezeit, Reaktion und Stabilität einer Seite beim Laden.
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