Was bedeutet Core Web Vitals?
Die Core Web Vitals sind drei Kennzahlen, mit denen Google misst, wie eine Seite sich beim Laden anfühlt. LCP steht für Largest Contentful Paint und misst, wann der größte sichtbare Inhalt erscheint. Gut sind unter 2,5 Sekunden.
INP steht für Interaction to Next Paint und misst, wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert. Gut sind unter 200 Millisekunden. INP hat im März 2024 den früheren Wert FID abgelöst.
CLS steht für Cumulative Layout Shift und misst, wie stark Inhalte während des Ladens verspringen. Gut ist ein Wert unter 0,1. Die häufigste Ursache für schlechte Werte sind Bilder ohne Größenangabe und nachgeladene Werbeflächen.
Gemessen wird an echten Nutzerdaten aus Chrome. Werkzeuge wie PageSpeed Insights zeigen beides: Labordaten aus einem simulierten Test und Felddaten echter Besucher. Mehr dazu im Beitrag PageSpeed optimieren.
Eine Seite lud in 1,8 Sekunden, hatte aber einen CLS von 0,3, weil ein Cookie-Hinweis den Inhalt nach unten schob. Eine feste Höhe für das Banner senkte den Wert auf 0,02, ohne dass sich an der Gestaltung etwas änderte.
Die drei Werte mit ihren Ursachen
LCP misst, wann der größte sichtbare Inhalt erscheint, meist ein Bild oder eine Überschrift. Typische Ursachen für schlechte Werte: ein sehr großes Hauptbild, ein langsamer Server, blockierende Schriften oder Bilder, die erst per Skript nachgeladen werden. Gegenmittel: Bild verkleinern und in modernem Format ausliefern, es nicht verzögert laden lassen, Server und Zwischenspeicher prüfen.
INP misst, wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert, also auf Klicks und Tippen. Schlechte Werte kommen fast immer von zu viel JavaScript: Bausteine, Werbepixel, Chatfenster, Cookie-Werkzeuge. Gegenmittel: aufräumen, nicht Benötigtes entfernen, Rest verzögert laden.
CLS misst, wie stark Inhalte während des Ladens verspringen. Ursachen: Bilder ohne Größenangabe, nachgeladene Banner, Schriften, die die Textgröße ändern, und eingebettete Inhalte ohne festen Platz. Gegenmittel: Breite und Höhe angeben, Platzhalter reservieren, Schriften mit passendem Ersatz laden.
Felddaten gegen Labordaten
Labordaten entstehen in einem simulierten Test unter festgelegten Bedingungen. Sie sind gut für die Fehlersuche, weil sie reproduzierbar sind und konkrete Hinweise liefern, schwanken aber von Messung zu Messung.
Felddaten stammen von echten Chrome-Nutzern der letzten 28 Tage. Nur sie zählen für die Bewertung durch Google. Sie liegen nur vor, wenn eine Seite genug Besucher hat, sonst wird auf die Werte der gesamten Domain zurückgegriffen.
Praktisch heißt das: Punktzahl in PageSpeed Insights zur Fehlersuche nutzen, Entscheidungen aber an den Felddaten in der Search Console festmachen. Eine Seite mit 65 Punkten im Labor und grünen Felddaten hat kein Problem.
Worauf es ankommt
- Bilder mit Breite und Höhe angeben. Das verhindert das Verspringen beim Laden.
- Das Hauptbild früh laden. Es bestimmt in den meisten Fällen den LCP-Wert.
- Skripte reduzieren. Jedes zusätzliche Werkzeug verschlechtert die Reaktionszeit.
- Felddaten beachten. Nur echte Nutzerdaten zählen für die Bewertung, nicht der Laborwert.
Häufige Fehler
- Auf die Punktzahl in PageSpeed Insights starren statt auf die drei Messwerte.
- Schriften nachladen lassen, wodurch Text erst spät und dann in anderer Größe erscheint.
- Nur die Startseite messen, obwohl Besucher über Unterseiten kommen.
Häufige Fragen
Sind die Core Web Vitals ein Rankingfaktor?
Wo sehe ich meine Werte?
Warum sind Mobilwerte schlechter als Desktopwerte?
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