Kurz und knapp
Eine Website kostet bei mir als Freelancer ab 500 Euro für einen Onepager, ab 2.000 Euro für eine Unternehmenswebsite mit fünf bis sechs Seiten und ab 4.000 Euro für ein größeres Projekt mit vielen Unterseiten. Am Markt liegen die Angebote für dieselben Umfänge meist bei 1.000 bis 2.500 Euro, 2.500 bis 5.000 Euro und 5.000 bis 12.000 Euro. Dazu kommen laufende Kosten von etwa 100 bis 300 Euro im Jahr für Domain und Hosting.
- Den Preis treiben vor allem Seitenanzahl, individuelles Design, Funktionen und wer die Inhalte schreibt
- Ein Festpreis vor Projektstart ist möglich, wenn der Umfang sauber definiert ist
- Günstige Angebote sparen meist an Ladezeit, Suchmaschinenoptimierung und Rechtssicherheit, und das wird später teuer
Inhalt
- Was kostet eine Website? Die Preise auf einen Blick
- Festpreis-Rechner: was Deine Website kostet
- Drei Rechenbeispiele aus der Praxis
- Was in einem Festpreis enthalten sein muss
- Welche Faktoren den Preis bestimmen
- Webdesign Kosten und Preise nach Branche
- Relaunch oder Neubau: was kostet was?
- Laufende Kosten nach dem Livegang
- Was eine Website über drei Jahre kostet
- Festpreis oder Stundensatz?
- Baukasten, KI, Freelancer oder Agentur?
- Woran Du ein schlechtes Angebot erkennst
- Angebots-Check: prüf Dein Angebot in zwei Minuten
- Gibt es Zuschüsse für die Website?
- Wann sich die Investition rechnet
- Häufige Fragen
- Fester Preis für Dein Projekt
Die Frage „was kostet eine Website" gehört zu den ersten, die im Gespräch kommen, und sie ist unangenehm schwer zu beantworten. Eine Webseite erstellen zu lassen kann 500 Euro kosten oder 20.000, und beides kann richtig sein. Das Problem ist nur: wer gerade ein Angebot einholt, kann mit „kommt darauf an" nichts anfangen.
Deshalb steht in diesem Beitrag zuerst die Zahl und danach die Begründung. Du erfährst, welche Website-Preise für welchen Umfang realistisch sind, welche Posten den Preis nach oben treiben, was nach dem Livegang an laufenden Kosten dazukommt und woran Du erkennst, dass ein günstiges Angebot später teuer wird.
Alle genannten Preise sind Nettopreise für gewerbliche Auftraggeber. Wenn Du direkt wissen willst, wie Deine Website entsteht und was dabei geliefert wird, steht das auf der Seite Website erstellen lassen.
Das Wichtigste in Kürze
- Onepager: bei mir ab 500 Euro, marktüblich 1.000 bis 2.500 Euro.
- Unternehmenswebsite mit fünf bis sechs Seiten: ab 2.000 Euro, marktüblich 2.500 bis 5.000 Euro.
- Individuelle Website mit vielen Unterseiten, Karrierebereich oder Terminbuchung: ab 4.000 Euro, marktüblich 5.000 bis 12.000 Euro.
- Laufende Kosten: Domain 10 bis 20 Euro im Jahr, Hosting 5 bis 15 Euro im Monat.
- Preistreiber Nummer eins sind nicht die Seiten, sondern die Inhalte: Texte, Fotos und Freigaben.
- Festpreis ist möglich, sobald Seitenanzahl und Funktionen schriftlich feststehen.
- Ein Stundensatz liegt beim Freelancer meist bei 60 bis 120 Euro, bei Agenturen darüber.
- Barrierefreiheit ist seit Juni 2025 Pflicht für viele Unternehmen und gehört in jedes seriöse Angebot.
- Der häufigste Fehler: am Text sparen und dafür an Design bezahlen. Es ist genau andersherum sinnvoll.
Was kostet eine Website? Die Preise auf einen Blick
Fangen wir mit den Zahlen an. Die mittlere Spalte sind meine Festpreise, die rechte ist das, was für denselben Umfang am Markt üblicherweise aufgerufen wird.
| Bei mir | Marktüblich | |
|---|---|---|
| Onepager, eine Seite mit allen Abschnitten | ab 500 € | 1.000 bis 2.500 € |
| Unternehmenswebsite, fünf bis sechs Seiten | ab 2.000 € | 2.500 bis 5.000 € |
| Individuelle Website, viele Unterseiten | ab 4.000 € | 5.000 bis 12.000 € |
| Onlineshop | auf Anfrage | 8.000 bis 40.000 € |
Der Abstand zwischen beiden Spalten hat einen einfachen Grund, und es ist nicht die Qualität der Seite. Bei einer Agentur bezahlst Du Räume, Vertrieb, Projektleitung und mehrere Beteiligte, die sich untereinander abstimmen müssen. Bei einem Freelancer arbeitet die Person am Projekt, mit der Du auch sprichst. Beide Modelle haben ihre Berechtigung, nur sollte man wissen, wofür das Geld abfließt.
Wichtig an der Tabelle ist das Wort „ab". Eine Unternehmenswebsite für 2.000 Euro ist eine Unternehmenswebsite mit fünf bis sechs Seiten, Kontaktformular, Pflichtseiten und einem Design, das zu Deiner Marke passt. Kommen zehn weitere Unterseiten, ein Karrierebereich und eine Terminbuchung dazu, ist es eben kein 2.000-Euro-Projekt mehr. Deshalb nenne ich den Preis auch erst, wenn der Umfang steht, und dann fest.
Festpreis-Rechner: was Deine Website kostet
Die meisten Rechner im Netz werfen am Ende wieder eine Spanne aus. Dieser nennt eine Zahl, weil ich mit festen Einstiegspreisen arbeite. Vier Fragen, danach weißt Du, in welcher Stufe Du landest und was darin enthalten ist.
Was kostet Deine Website?
Keine Eingabe wird gespeichert oder übertragen, die Berechnung läuft in Deinem Browser.
Drei Rechenbeispiele aus der Praxis
Preistabellen bleiben abstrakt, solange keine Zahl darunter steht. Drei Projekte, wie sie tatsächlich vorkommen, mit allem, was im ersten Jahr anfällt.
Beispiel 1: Handwerksbetrieb, Onepager
Ein Zweimannbetrieb will überhaupt erst einmal auffindbar sein. Eine Seite mit Leistungen, Einzugsgebiet, Bildern vom letzten Auftrag und einem Formular. Texte kommen vom Inhaber, Fotos sind vorhanden.
- Website, Onepager: 500 € einmalig
- Domain und Hosting: 55 bis 320 € im Jahr
- Betreuung: nicht gebucht, der Inhaber ändert Texte selbst
Erstes Jahr: rund 600 bis 820 Euro. Bei einem durchschnittlichen Auftragswert von 2.500 Euro reicht ein einziger zusätzlicher Auftrag, damit sich das trägt.
Beispiel 2: Dienstleister, Unternehmenswebsite mit fünf Seiten
Eine Beratung mit drei Leistungsbereichen, die für jedes Thema einzeln gefunden werden will. Start, drei Leistungsseiten, Über mich, Kontakt, dazu die Pflichtseiten. Die Texte schreibe ich, Bildmaterial ist vorhanden.
- Website, fünf bis sechs Seiten: ab 2.000 € einmalig
- Texte: im Festpreis beziffert, abhängig von der Seitenzahl
- Domain und Hosting: 55 bis 320 € im Jahr
- Technische Betreuung: 50 € im Monat, also 600 € im Jahr
Erstes Jahr: rund 2.700 bis 3.000 Euro, ab dem zweiten Jahr etwa 700 Euro laufend. So ist zum Beispiel die Website für Main Immobilien entstanden.
Beispiel 3: Relaunch mit Umzug
Eine bestehende Seite ist technisch veraltet, lädt langsam und ist auf dem Handy kaum bedienbar. Die Inhalte sind brauchbar und sollen mitgenommen werden, die Adressen bleiben nach Möglichkeit gleich. Dazu ein Karrierebereich, der vorher nicht da war.
- Website mit Karrierebereich: ab 4.000 € einmalig
- Übernahme der Inhalte und Weiterleitungen: im Festpreis enthalten
- Domain und Hosting: 55 bis 320 € im Jahr
- Technische Betreuung: 50 € im Monat
Erstes Jahr: rund 4.700 bis 4.900 Euro. Wie so ein Relaunch abläuft und was dabei herauskommt, steht in der Fallstudie zu Tekin Gebäudeservice.
Was in einem Festpreis enthalten sein muss
Zwei Angebote mit derselben Zahl können völlig Unterschiedliches enthalten. Bevor Du Preise vergleichst, prüfe deshalb, ob diese Punkte darin stehen. Fehlt einer, ist das Angebot nicht günstiger, sondern unvollständig.
- Technische Grundlage: mobile Darstellung, Ladezeit, saubere Überschriftenstruktur und eine Seite, die Google ohne Umwege lesen kann.
- Suchmaschinenoptimierung von Anfang an: Seitentitel, Beschreibungen, sprechende Adressen und eine Struktur, die zu echten Suchanfragen passt. Nachträglich eingebaut kostet das ein Vielfaches.
- Rechtliche Pflichtseiten: Impressum, Datenschutzerklärung und ein Cookie-Banner, der nur das setzt, was erlaubt ist.
- Barrierefreiheit: ausreichende Kontraste, Bedienbarkeit per Tastatur und beschriftete Bilder. Was dahintersteckt und wen die Pflicht trifft, steht im Beitrag Barrierefreie Website.
- Übergabe der Zugänge: Domain, Hosting und Redaktionssystem gehören Dir. Wenn Du nicht an Deine eigene Seite kommst, ist der Preis egal.
- Eine Einweisung, mit der Du Texte und Bilder selbst ändern kannst.
Was dagegen oft fehlt und separat berechnet wird: Texte, Fotos und die Pflege nach dem Livegang. Dazu gleich mehr.
Welche Faktoren den Preis bestimmen
Wenn zwei Angebote weit auseinanderliegen, liegt es fast immer an einem dieser fünf Punkte.
Umfang und Seitenanzahl
Der offensichtlichste Faktor, aber nicht der wichtigste. Die zehnte Unterseite kostet deutlich weniger Aufwand als die erste, weil Aufbau, Design und Technik dann schon stehen. Von einer Seite auf fünf zu gehen verdoppelt den Preis nicht.
Individuelles Design oder Vorlage
Eine gekaufte Vorlage anzupassen geht schnell und sieht ordentlich aus. Ein Design, das aus Deiner Marke entsteht, mit eigenen Farben, Schriften und Bildsprache, ist erheblich mehr Arbeit. Wenn noch gar kein Erscheinungsbild existiert, lohnt es sich, das vorher zu klären. Das gehört dann zum Corporate Design und nicht in das Website-Budget.
Funktionen
Ein Kontaktformular ist Standard. Alles darüber hinaus kostet eigene Entwicklungszeit: Terminbuchung, Mitgliederbereich, Stellenportal, mehrsprachige Ausgabe, Anbindung an ein Warenwirtschaftssystem. Mehrsprachigkeit ist dabei der am meisten unterschätzte Posten, weil jede Sprache nicht nur Übersetzung bedeutet, sondern auch doppelte Pflege.
Inhalte
Das ist der Preistreiber, über den am wenigsten gesprochen wird. Wer Texte und Fotos selbst liefert, spart spürbar. Wer sie schreiben lässt, zahlt dafür, und zwar zu Recht, denn ein Text, der Anfragen bringt, ist Arbeit. Mein Rat: lieber beim Design sparen und beim Text nicht. Ein schlichtes Layout mit überzeugendem Text verkauft besser als das Umgekehrte.
Zustand der alten Seite
Gibt es schon eine Website, kommt es darauf an, ob Inhalte und Rankings übernommen werden müssen. Ein sauberer Website Relaunch mit Weiterleitungen ist mehr Aufwand als ein Neubau auf der grünen Wiese, verhindert aber, dass die Sichtbarkeit bei Google einbricht.
Webdesign Kosten und Preise nach Branche
Die Webdesign Preise unterscheiden sich je Branche, aber nicht aus dem Grund, den die meisten vermuten. Eine Website kostet nicht deshalb mehr, weil Du Zahnarzt und nicht Maler bist. Sie kostet mehr, weil in manchen Branchen Dinge dazugehören, die anderswo niemand braucht. Deshalb ist die Frage nach dem Preis je Branche in Wahrheit eine Frage nach dem Umfang.
| Üblicher Einstieg | Was den Preis treibt | |
|---|---|---|
| Handwerk und Bau | 500 bis 2.000 € | Oft reicht eine Seite. Teurer wird es durch einen Karrierebereich, denn Fachkräfte sind das eigentliche Thema. |
| Praxis und Gesundheit | 2.000 bis 4.000 € | Online-Terminvergabe, Sprechzeiten, Leistungsverzeichnis und barrierefreie Bedienung. |
| Kanzlei und Beratung | 2.000 bis 4.000 € | Viele Rechtsgebiete als eigene Seiten, Fachtexte, Berufsträgerangaben. |
| Gastronomie | 500 bis 2.000 € | Speisekarte, Öffnungszeiten, Tischreservierung. Hier zählt vor allem das Google-Profil. |
| Handel und Shop | auf Anfrage | Produktdaten, Zahlung, Versand, Rechtstexte. Der Umfang entscheidet, nicht die Branche. |
| B2B und Industrie | 2.000 bis 4.000 € | Produktbereiche, Downloads, oft eine zweite Sprache. |
Wenn Du Dich in keiner Zeile wiederfindest: das ist normal. Die Branche ist nur eine Abkürzung für „wie viele Seiten und welche Funktionen". Beides klärt sich in zehn Minuten Gespräch genauer als jede Tabelle.
Relaunch oder Neubau: was kostet was?
Wenn schon eine Website existiert, lautet die erste Frage nicht „was kostet eine neue", sondern „lohnt sich überhaupt eine neue". Drei Fälle, die klar auseinanderzuhalten sind.
- Auffrischen statt ersetzen. Die Struktur taugt, aber Design und Ladezeit sind veraltet. Das ist kein neues Projekt, sondern Arbeit an der bestehenden Seite und wird nach Aufwand abgerechnet.
- Relaunch mit Inhaltsübernahme. Die Seite wird neu gebaut, die Inhalte wandern mit, die Adressen bleiben oder werden sauber weitergeleitet. Preislich dieselbe Stufe wie ein Neubau desselben Umfangs, also ab 2.000 beziehungsweise ab 4.000 Euro. Der Mehraufwand steckt in der Übernahme und den Weiterleitungen.
- Neubau auf der grünen Wiese. Keine alten Inhalte, keine Rücksicht auf vorhandene Adressen. Das ist der günstigste Fall, weil nichts mitgeschleppt wird.
Der teure Fehler beim Relaunch ist nicht der Preis, sondern der Rankingverlust. Wenn alte Adressen ersatzlos verschwinden, verliert die Seite die Sichtbarkeit, die sie sich über Jahre aufgebaut hat. Wie man das verhindert, steht im Beitrag Website Relaunch, und was dabei am Ende herauskommt, in der Leistungsübersicht Website-Relaunch.
Laufende Kosten nach dem Livegang
Die einmaligen Kosten stehen im Angebot. Die laufenden stehen oft nicht darin, und genau die überraschen später. Realistisch sind diese Posten:
| Kosten | |
|---|---|
| Domain (.de) | 5 bis 20 € im Jahr |
| Hosting | 50 bis 300 € im Jahr |
| SSL-Zertifikat | meist im Hosting enthalten |
| Cookie-Verwaltung | 0 bis 30 € im Monat |
| Technische Pflege und Updates | ab 50 € im Monat |
| Inhaltliche Änderungen | nach Aufwand oder selbst erledigt |
Unterm Strich landest Du bei einer normalen Unternehmenswebsite ohne Betreuung bei 55 bis 320 Euro im Jahr, also rund 5 bis 27 Euro im Monat. Mit laufender technischer Pflege kommen 600 Euro im Jahr dazu. Ob sich das lohnt, hängt vom System ab: eine Seite mit Redaktionssystem braucht regelmäßige Updates, sonst wird sie zum Sicherheitsrisiko. Was dabei genau passiert, steht unter Website-Betreuung.
Was eine Website über drei Jahre kostet
Fast alle Vergleiche hören bei der Anschaffung auf. Das ist die Stelle, an der Mietmodelle gut aussehen. Rechnet man drei Jahre, dreht sich das Bild. Eine Unternehmenswebsite mit fünf bis sechs Seiten, einmal durchgerechnet:
| Festpreis | Baukasten | Mietmodell | |
|---|---|---|---|
| Einmalig | 2.000 € | 0 € | 0 bis 300 € |
| Monatlich | 5 bis 27 € | 9 bis 20 € | 39 bis 59 € |
| Nach 36 Monaten | 2.180 bis 2.970 € | 325 bis 720 € | 1.400 bis 2.420 € |
| Deine Arbeitszeit | Inhalte liefern, freigeben | alles selbst, inklusive Einarbeitung | gering |
| Wem gehört sie danach? | Dir, mit allen Zugängen | Dir, aber nur im System des Anbieters | meist dem Anbieter |
Der Baukasten ist über drei Jahre tatsächlich am günstigsten, wenn man die eigene Arbeitszeit nicht rechnet. Genau da liegt der Haken: wer zwanzig Stunden investiert, hat bei einem Stundenwert von 60 Euro schon 1.200 Euro ausgegeben, nur ohne Rechnung.
Das Mietmodell liegt nach drei Jahren fast beim Festpreis, nur gehört Dir die Seite dann nicht. Nach vier Jahren bist Du darüber. Und Kündigen heißt in der Regel: Website weg.
Festpreis oder Stundensatz?
Beide Modelle sind verbreitet, und sie verteilen das Risiko unterschiedlich.
Beim Stundensatz zahlst Du, was anfällt. Üblich sind beim Freelancer etwa 60 bis 120 Euro pro Stunde, bei Agenturen liegt es darüber. Das ist fair, wenn der Umfang zu Beginn noch unklar ist, und unangenehm, wenn Du ein Budget einhalten musst. Das Risiko liegt vollständig bei Dir.
Beim Festpreis steht die Zahl vor dem Start. Das Risiko liegt beim Dienstleister, der sich dafür verkalkuliert haben darf. Voraussetzung ist, dass vorher schriftlich feststeht, wie viele Seiten gebaut werden, welche Funktionen dazugehören und wie viele Korrekturschleifen enthalten sind. Ohne diese Festlegung ist ein Festpreis entweder zu hoch kalkuliert oder er hält nicht.
Ich arbeite grundsätzlich mit Festpreis. Nicht weil es immer günstiger ist, sondern weil die Zahl für Dich planbar sein soll. Wenn ein Projekt länger dauert als gedacht, ist das mein Problem und nicht Deines.
Baukasten, KI, Freelancer oder Agentur?
Der Preisunterschied zwischen beiden ist erheblich, also lohnt sich der Blick darauf, was er kauft.
Eine Agentur bringt Kapazität und Vertretung mit. Mehrere Personen können parallel arbeiten, und wenn jemand ausfällt, läuft das Projekt weiter. Dafür bezahlst Du Struktur: Büro, Vertrieb, Projektleitung und Abstimmungsrunden. Bei großen Projekten mit vielen Beteiligten auf Deiner Seite ist das sinnvoll investiert.
Ein Freelancer ist günstiger, weil dieser Überbau fehlt, und schneller, weil es keine interne Abstimmung gibt. Du sprichst mit der Person, die baut. Der Nachteil ist ebenso klar: eine Person hat begrenzte Kapazität und keine eingebaute Vertretung. Für eine Website mit fünf bis fünfzehn Seiten ist das in der Praxis selten ein Problem, für einen Konzernauftritt schon.
Die dritte Variante ist, es selbst zu machen. Das kostet kein Geld, aber viel Zeit, und ob sich das rechnet, hängt vollständig davon ab, was Deine eigene Arbeitsstunde wert ist. Eine ausführliche Gegenüberstellung von Baukasten, Eigenbau und Profi steht auf der Seite Website erstellen lassen.
Was kostet eine Website von der KI?
Die Frage kommt inzwischen in fast jedem Erstgespräch. Werkzeuge, die aus einer Beschreibung eine fertige Seite bauen, kosten zwischen 15 und 45 Euro im Monat. Technisch funktioniert das, und für eine Zwischenlösung kann es reichen.
Drei Dinge liefern diese Werkzeuge in der Praxis nicht:
- Deine Inhalte. Was generiert wird, klingt flüssig und sagt nichts. Es kennt Deine Preise nicht, Deine Abläufe nicht und Deine Kunden nicht. Den Teil, der über Anfragen entscheidet, musst Du so oder so selbst beisteuern.
- Rechtssicherheit. Impressum, Datenschutzerklärung und ein Cookie-Banner, der nur das setzt, was erlaubt ist, sind kein Textbaustein. Dafür haftest Du, nicht das Werkzeug.
- Auffindbarkeit. Struktur, Überschriftenhierarchie, sprechende Adressen und Inhalte, die zu echten Suchanfragen passen, entstehen nicht aus einem Prompt.
Die ehrliche Einordnung: Eine KI-Seite für 30 Euro im Monat ist besser als gar keine Website. Sie ersetzt keine, die Anfragen bringen soll. Und über drei Jahre bist Du bei rund 1.080 Euro, ohne dass eine Stunde Arbeit von Dir darin steckt.
Woran Du ein schlechtes Angebot erkennst
Es gibt seriöse günstige Angebote. Es gibt aber auch Muster, bei denen der niedrige Preis später teuer wird. Diese fünf Punkte solltest Du prüfen:
- Die Zugänge bleiben beim Anbieter. Wenn Domain und Hosting nicht auf Deinen Namen laufen, bist Du an den Anbieter gebunden und ein Wechsel wird zur Verhandlung.
- Monatsmodell über Jahre. „Website ab 49 Euro im Monat" klingt erst einmal gut. Bei 48 Monaten Laufzeit sind das 2.352 Euro, und am Ende gehört Dir meist nichts davon.
- Suchmaschinenoptimierung kommt später. Struktur, Adressen und Überschriften nachträglich zu ändern bedeutet, die Seite ein zweites Mal zu bauen.
- Keine Angabe zur Ladezeit. Eine Seite, die auf dem Handy drei Sekunden braucht, verliert einen erheblichen Teil der Besucher, bevor sie überhaupt etwas gesehen haben. Was dagegen hilft, steht im Beitrag PageSpeed optimieren.
- Pflichtseiten fehlen im Angebot. Impressum und Datenschutzerklärung sind keine Zusatzleistung, sondern Voraussetzung dafür, dass die Seite online gehen darf.
Umgekehrt gilt genauso: ein hoher Preis ist für sich genommen kein Qualitätsmerkmal. Lass Dir Referenzen zeigen, ruf die Seiten auf dem Handy auf und schau, ob sie schnell sind und ob man sofort versteht, was das Unternehmen anbietet.
Angebots-Check: prüf Dein Angebot in zwei Minuten
Wenn Dir bereits ein Angebot vorliegt, ist die wichtigste Frage nicht, ob der Preis stimmt, sondern ob überhaupt dasselbe darin steht wie im Angebot des Mitbewerbers. Hak ab, was in Deinem Angebot schwarz auf weiß steht.
Zwölf Punkte, die darin stehen sollten
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Gibt es Zuschüsse für die Website?
Kurz: in Hessen derzeit nicht. Der DIGI-Zuschuss, über den kleine und mittlere Unternehmen zuletzt bis zu 10.000 Euro für Digitalisierungsvorhaben bekommen konnten, ist mit Ablauf der letzten Förderphase im Juni 2026 beendet. Weitere Förderaufrufe sind nicht vorgesehen, das Antragsportal ist geschlossen.
Trotzdem lohnt der Blick, bevor Du beauftragst, denn Programme laufen aus und neue kommen dazu. Drei Stellen, an denen Du den aktuellen Stand bekommst:
- Förderdatenbank des Bundes unter foerderdatenbank.de, dort lassen sich Programme nach Bundesland und Thema filtern.
- Deine IHK. Die Kammern führen eigene Übersichten und beraten kostenlos dazu.
- Die Wirtschaftsförderung Deiner Stadt oder Deines Kreises. Dort gibt es gelegentlich kleinere kommunale Töpfe, die bundesweit kaum auftauchen.
Ein Hinweis aus der Praxis: Förderprogramme für Digitalisierung zielen meist auf Software, Hardware und IT-Sicherheit. Eine reine Unternehmenswebsite fällt oft nicht darunter. Kläre das vor dem Auftrag und nicht danach, denn fast alle Programme verlangen, dass der Antrag vor Beginn der Maßnahme gestellt wird.
Wann sich die Investition rechnet
Eine Website ist kein Kostenpunkt, sondern eine Anschaffung, die sich amortisieren muss. Die Rechnung ist unspektakulär, aber hilfreich.
Nimm Deinen durchschnittlichen Auftragswert und teile den Website-Preis dadurch. Bei einem Handwerksbetrieb mit 2.500 Euro je Auftrag und einer Website für 2.000 Euro reicht ein einziger zusätzlicher Auftrag. Bei einem Dienstleister mit 300 Euro je Auftrag sind es sieben. Beides ist über zwei bis drei Jahre Nutzungsdauer gut zu erreichen, wenn die Seite gefunden wird.
Genau daran hängt alles. Eine Website, die niemand findet, rechnet sich bei keinem Preis. Deshalb gehören Struktur, Ladezeit und Inhalte, die zu echten Suchanfragen passen, von Anfang an dazu und nicht in ein späteres Paket. Wenn Du lokal gefunden werden willst, ist zusätzlich das Google-Profil entscheidend, dazu steht alles im Beitrag Local SEO.
Häufige Fragen zu Website-Kosten
Was kostet eine einfache Website mit fünf Seiten?
Was kostet eine eigene Website im Jahr?
Warum sind die Preisangaben so unterschiedlich?
Kann ich die Website in Raten zahlen?
Was kostet eine Website, die ich selbst pflegen kann?
Was kostet eine Homepage?
Muss meine Website barrierefrei sein, und was kostet das zusätzlich?
Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?
Was kostet Webdesign, und was kostet ein Webdesigner pro Stunde?
Was kostet es, eine Website programmieren zu lassen?
Wie lange dauert es, bis die Website fertig ist?
Kann ich die Website später erweitern, ohne neu anzufangen?
Fester Preis für Dein Projekt
Was eine Website kostet, hängt von Umfang, Design, Funktionen und Inhalten ab. Was Du aber erwarten darfst, ist eine klare Zahl, bevor es losgeht, und ein Angebot, in dem steht, was dafür geliefert wird.
Schick mir kurz, was Du vorhast und wie viele Seiten Du ungefähr brauchst. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung und einen Festpreis, auch wenn am Ende herauskommt, dass ein Onepager für 500 Euro völlig reicht.